Der Wald als Lebensraum
Der Wald ist in Stockwerke gegliedert. Licht, Wasser und Temperatur prägen, welche Arten wo leben — und wie sie sich den Raum teilen.
3.1.1Die Stockwerke des Waldes
- Baum-, Strauch-, Kraut-, Moos-, Wurzelschicht
- Licht nimmt nach unten ab, Feuchtigkeit zu
- viele Stockwerke = viele Lebensräume
3.1.2Licht, Wasser, Temperatur
- abiotisch: unbelebte Umwelt (Licht, Temperatur, Wasser, Boden)
- biotisch: andere Lebewesen
- Toleranzbereich mit Optimum
- Frühblüher nutzen das Licht vor dem Laubaustrieb
3.1.3Angepasst an den Lebensraum
- Angepasstheit = Merkmal, das zum Lebensraum passt
- Sonnenblatt: klein, dick, 2 Lagen Palisaden
- Schattenblatt: groß, dünn, 1 Lage Palisaden
- Specht, Maulwurf: Bau passt zur Aufgabe
3.1.4Viele Arten nebeneinander
- Konkurrenz um knappe Ressourcen
- innerartlich und zwischenartlich
- ökologische Nische: Nahrung, Ort, Zeit
- gleiche Nische → Konkurrenzausschluss
Keine Absicht
Lebewesen passen sich nicht „absichtlich“ an. Angepasstheiten entstehen über viele Generationen.
Nahrung, Stoffe und Energie
Im Wald fressen Lebewesen einander. Stoffe kreisen dabei immer wieder, Energie fließt nur hindurch.
3.2.1Nahrungsketten und -netze
- Kette beginnt mit einer Pflanze
- Pfeil zeigt zum Fresser
- verknüpfte Ketten = Nahrungsnetz
- vielfältiges Netz ist stabiler
3.2.2Die Rollen im Ökosystem
- Produzenten: Fotosynthese
- Konsumenten: fressen andere Lebewesen
- Destruenten: zersetzen Totes zu Mineralstoffen
- pro Stufe nur etwa 10 % der Energie weiter
3.2.3Der Stoffkreislauf im Wald
- Produzenten → Konsumenten → Destruenten → Mineralstoffe
- Humus speichert Wasser und Mineralstoffe
- Energie wird als Wärme abgegeben
- Buchenlaub: 2–3 Jahre bis zur Zersetzung
Pfeilrichtung
In Nahrungsketten und Kreisläufen zeigt der Pfeil immer in die Richtung, in die Stoffe und Energie weitergegeben werden.
Mensch und Wald
Der Mensch nutzt den Wald — und entscheidet damit über seine Vielfalt und seine Zukunft.
3.3.1Mensch und Artenvielfalt
- Biodiversität: Arten, Lebensräume, Erbanlagen
- Monokultur: wenige Nischen, anfällig
- Totholz, Waldrand, Feuchtstellen fördern Arten
- Waldumbau zum Mischwald
3.3.2Nachhaltige Waldnutzung
- Carlowitz 1713: nicht mehr schlagen, als nachwächst
- Vorrat, Zuwachs, Einschlag
- Einzelstammentnahme statt Kahlschlag
- ökologisch, ökonomisch, sozial
Drei Säulen
Beurteile Eingriffe immer ökologisch, ökonomisch und sozial — erst dann ist ein Urteil vollständig.
Die Regeln, an denen die Punkte hängen
Diese Punkte kosten in der Klassenarbeit am häufigsten Punkte — und lassen sich leicht vermeiden.
Regel 1 — Fachbegriffe exakt
Abiotisch ist nicht biotisch, Produzent ist nicht Destruent, Nische ist kein Ort. Jeder Begriff hat seine feste Bedeutung.
Regel 2 — Pfeile richtig herum
In Nahrungsketten zeigt der Pfeil zum Fresser. Ein falscher Pfeil kostet in jeder Klassenarbeit Punkte.
Regel 3 — Stoff und Energie trennen
Stoffe kreisen, Energie wird als Wärme abgegeben. „Energiekreislauf“ ist immer falsch.
Regel 4 — Bau und Funktion verbinden
Nicht nur „Schattenblatt ist groß“, sondern: „… um viel vom schwachen Licht einzufangen.“
