MINT lernen

Das Schlüssel-Schloss-Prinzip

Zehn Übungen zu aktivem Zentrum, Substrat und Spezifität.

Dein Fortschritt:
0 / 0 Aufgaben
1

Übungsaufgaben

Zehn interaktive Übungen zum Schlüssel-Schloss-Prinzip — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen dir die gestuften Tipps.

A1
Begriffe des Modells
AFB I

Verbinde jeden Fachbegriff mit seiner Erklärung.

Das Substrat ist der Ausgangsstoff.
Komplex = zusammen.
A2
Ablauf der Enzymreaktion
AFB I

Bringe die Schritte in die richtige Reihenfolge.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Substrat trifft auf das Enzym
2Substrat bindet im aktiven Zentrum
3Enzym-Substrat-Komplex entsteht
4Substrat wird gespalten
5Produkte lösen sich, Enzym ist wieder frei
Am Ende ist das Enzym unverändert und kann das nächste Substrat binden.
Zuerst müssen Enzym und Substrat zusammentreffen.
Das Enzym bleibt bis zum Schluss erhalten.
A3
Lückentext Spezifität
AFB I

Setze die Fachbegriffe ein — ein Wort bleibt übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Jedes Enzym hat ein mit einer bestimmten Form. Nur ein passendes wird gebunden. Man nennt das . Dass ein Enzym nur eine bestimmte Reaktion ausführt, heißt .

„Temperaturspezifität“ gibt es als Fachbegriff nicht — Temperatur beeinflusst aber, wie gut das Enzym arbeitet.
Spezifisch = nur für etwas Bestimmtes.
Einmal geht es um den Stoff, einmal um die Reaktion.
A4
Stimmt das?
AFB II

Entscheide bei jeder Aussage, ob sie stimmt.

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Die Passform entscheidet — deshalb gibt es so viele verschiedene Enzyme.
Wer ist Schloss, wer Schlüssel?
Enzyme bleiben nach der Reaktion erhalten.
A5
Laktose und Laktase
AFB II

Laktase zerlegt Milchzucker (Laktose) in Glucose und Galaktose. Welche Aussagen stimmen?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Bei Laktoseintoleranz gelangt der Milchzucker unzerlegt in den Dickdarm; Bakterien bauen ihn ab, es entstehen Gase und Bauchschmerzen.
Das Substrat wird umgesetzt, die Produkte entstehen.
Jedes Enzym hat sein eigenes Substrat.
A6
Wie viele Spaltungen?
AFB II

Ein Stärke-Molekül besteht in diesem Beispiel aus 12 Glucose-Bausteinen in einer Kette. Ein Enzym spaltet immer eine Bindung zwischen zwei Bausteinen.

Wie viele Spaltungen sind nötig, bis nur noch einzelne Glucose-Bausteine übrig sind?

Rechne oder überlege selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Zwischen 12 Bausteinen liegen 11 Bindungen — also 11 Spaltungen. Ein einziges Enzym kann sie alle nacheinander ausführen.
Zähle die Bindungen, nicht die Bausteine.
Bei 3 Bausteinen in einer Kette gibt es 2 Bindungen.
A7
Mix: Enzyme im Verdauungskanal
AFB II

Ordne die Enzyme dem Ort zu, an dem sie ins Verdauungssystem gelangen. Hier geht es auch um 1.2.1 Der Weg der Nahrung.

Ordne jede Aussage einem der drei Bereiche zu. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, dann 1–3 für den Bereich, 0 zurück.
1 Mund
2 Magen
3 Dünndarm
Amylase kommt zweimal vor: im Speichel und aus der Bauchspeicheldrüse. Salzsäure ist kein Enzym, schafft aber die saure Umgebung für Pepsin.
Pepsin arbeitet im Sauren.
Die Säfte der Bauchspeicheldrüse und der Darmwand gelangen in den Dünndarm.
A8
Die Enzym-Kette
AFB III

Ein Amylase-Teilchen spaltet pro Sekunde etwa 1 000 Bindungen in Stärke.

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Bindungen in einer Minute
  2. Bindungen in 10 Minuten
  3. Wie viele Enzym-Teilchen braucht man für 1 200 000 Spaltungen in 10 Minuten?
Weil Enzyme nicht verbraucht werden, reichen schon wenige Teilchen für riesige Mengen Substrat.
1 Minute hat 60 Sekunden.
1 200 000 : 600 000
A9
Trickaufgabe: Der falsche Schlüssel
AFB III

In einem Versuch mischt Jan Amylase mit Speiseöl bei 37 °C und wartet eine Stunde. Welche Aussagen stimmen?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Die Falle: Man sucht den Fehler bei Zeit oder Temperatur. Der Grund ist die Substratspezifität — Öl passt nicht in das aktive Zentrum der Amylase.
Welches Substrat passt zur Amylase?
Mehr Zeit hilft nicht, wenn der Schlüssel nicht passt.
A10
Modellkritik
AFB III

Beurteile die Aussagen über das Schlüssel-Schloss-Modell.

Setze in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
Aussagezutreffendnicht zutreffend
Das Modell erklärt, warum ein Enzym nur ein Substrat umsetzt.
Das Modell zeigt, wie Enzyme in echt aussehen.
Das Modell erklärt, warum Hitze Enzyme unwirksam macht.
Das Modell zeigt, dass sich ein Schloss beim Aufschließen verbraucht.
Modelle vereinfachen, damit man das Wesentliche erkennt.
Ein Modell ist eine Vereinfachung: Es erklärt die Passform, aber nicht das echte Aussehen der Enzyme.
Was kann ein vereinfachtes Bild zeigen, was nicht?
Auch ein echter Schlüssel verbraucht das Schloss nicht.