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Zusammenfassung

Zellbau, Biomembranen und Enzyme — das ganze Kapitel Biologie der Zelle auf einer Seite.

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Von der Pflanze zur Zelle

Pflanzen sind in Ebenen organisiert; im Mikroskop werden Gewebe und Zellen sichtbar, im Elektronenmikroskop die Organellen.

1.1.1Organ, Gewebe, Zelle

  • Organismus → Organ → Gewebe → Zelle → Organell → Molekül
  • Laubblatt: Epidermis, Palisaden-, Schwamm-, Leitgewebe
  • Schließzellen regeln den Gasaustausch
  • Zelle 10–100 µm, Chloroplast ≈ 5 µm
Struktur passt zur Funktion

1.1.2Pflanzenzellen mikroskopieren

  • Frischpräparat: Tropfen, Objekt, Deckglas schräg
  • V = Objektiv · Okular
  • Auflösung Lichtmikroskop ≈ 0,2 µm
  • Zeichnung: wenige Zellen, Umrisse, Beschriftung rechts
\(G = \dfrac{B}{V}\)

1.1.3Zellorganellen im Überblick

  • Zellkern, Mitochondrium, Chloroplast: Doppelmembran
  • ER mit Ribosomen, Golgi-Apparat, Vakuole
  • nur Pflanze: Zellwand, Chloroplasten, große Vakuole
  • Kompartimente: getrennte Reaktionsräume
Membranen gliedern die Zelle

Größen im Blick

Organe in cm, Zellen in µm, Membranen in nm. Wer die Größenordnung kennt, wählt das richtige Mikroskop.

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Biomembranen

Phospholipide bilden die Doppelschicht; Osmose und Transportproteine bestimmen, was hinein- und hinausgelangt.

1.2.1Lipide und Phospholipide

  • Fett: Glycerin + 3 Fettsäuren, unpolar
  • Phospholipid: Kopf hydrophil, 2 Schwänze hydrophob
  • amphiphil → Doppelschicht bildet sich von selbst
  • Doppelbindungen machen Fette flüssiger
Köpfe zum Wasser, Schwänze zueinander

1.2.2Das Fluid-Mosaik-Modell

  • flüssige Lipiddoppelschicht
  • integrale und periphere Proteine, seitlich beweglich
  • Glykokalyx außen, Cholesterin
  • Belege: FRAP, Zellfusion, Gefrierbruch
fluid + Mosaik + asymmetrisch

1.2.3Diffusion und Osmose

  • Diffusion: Nettobewegung entlang des Gefälles
  • Osmose: Wasser durch selektiv permeable Membran
  • Wasser → höhere Teilchenkonzentration
  • hyper-, hypo-, isotonisch: immer Vergleich
Wasser folgt den gelösten Teilchen

1.2.4Plasmolyse und Deplasmolyse

  • hypertonisch außen: Protoplast löst sich von der Wand
  • hypotonisch außen: Deplasmolyse, Turgor
  • Zellwand bleibt formstabil
  • Grenzplasmolyse ≈ Konzentration des Zellsafts
Stoffebene ↔ Teilchenebene

1.2.5Passiver und aktiver Transport

  • einfache Diffusion: O₂, CO₂
  • erleichtert: Kanal, Carrier (Sättigung)
  • aktiv: Pumpe gegen das Gefälle mit ATP
  • Na⁺/K⁺-Pumpe: 3 Na⁺ raus, 2 K⁺ rein
ATP → ADP + P + Energie

Richtung zuerst

Bei jedem Transport zuerst fragen: mit oder gegen das Gefälle? Erst dann: welches Protein?

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Enzyme

Enzyme sind gefaltete Proteine; ihre Form bestimmt, was sie umsetzen und wie schnell.

1.3.1Die Struktur von Proteinen

  • Aminosäuren, Peptidbindung (Wasser wird abgespalten)
  • Primär-, Sekundär-, Tertiär-, Quartärstruktur
  • Denaturierung: Form weg, Sequenz bleibt
  • Beispiel Katalase: vier Ketten
\(20^{n}\) mögliche Sequenzen

1.3.2Wie Enzyme wirken

  • senken die Aktivierungsenergie, bleiben unverändert
  • aktives Zentrum, Enzym-Substrat-Komplex
  • Substrat- und Wirkungsspezifität
  • kompetitive Hemmung: Konkurrenz ums aktive Zentrum
Energiebilanz bleibt gleich

1.3.3Temperatur und pH-Wert

  • RGT-Regel bis zum Optimum
  • über dem Optimum: Denaturierung
  • pH-Optimum passt zum Wirkort
  • Kälte bremst nur, reversibel
\(v_2 = v_1 \cdot Q_{10}^{\frac{T_2 - T_1}{10\,°\text{C}}}\)

1.3.4Die Substratkonzentration

  • Sättigungskurve, vmax
  • KM: [S] bei halber Maximalgeschwindigkeit
  • kompetitiv: KM ↑, vmax gleich
  • Anfangsgeschwindigkeit früh messen
\(v = \dfrac{v_{max} \cdot [S]}{K_M + [S]}\)

Form ist alles

Temperatur, pH und Hemmstoffe wirken über die Form des aktiven Zentrums — und die hängt an der Tertiärstruktur.

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Die Regeln, an denen die Punkte hängen

Diese Punkte kosten in der Klausur am häufigsten Punkte — und lassen sich leicht vermeiden.

Regel 1 — Zwei Ebenen trennen

Erst beschreiben, was man sieht (Stoffebene), dann erklären, was die Teilchen tun (Teilchenebene).

Regel 2 — Wasser folgt den Teilchen

Osmose immer als Diffusion von Wasser zur höheren Konzentration gelöster Teilchen formulieren — nie „der Zucker wandert“.

Regel 3 — Passiv oder aktiv?

Richtung zum Konzentrationsgefälle prüfen. Ein Protein allein macht einen Transport noch nicht aktiv.

Regel 4 — Enzyme sauber argumentieren

Enzyme senken die Aktivierungsenergie, ändern aber die Energiebilanz nicht. Kälte bremst, Hitze denaturiert.

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