Gene und Merkmale
Die Erbinformation liegt als Basensequenz in der DNA. Gene werden in Proteine übersetzt — und Proteine erzeugen zusammen mit der Umwelt die Merkmale.
2.1.1Gene auf den Chromosomen
- DNA: Doppelhelix aus zwei Strängen
- Holme: Zucker und Phosphat; Sprossen: Basenpaare
- Nukleotid = Zucker + Phosphat + Base
- Gen: DNA-Abschnitt an einem festen Genort
- Allele: Varianten eines Gens auf homologen Chromosomen
2.1.2Gen, Genprodukt, Merkmal
- Protein: Kette aus 20 verschiedenen Aminosäuren
- Triplett: 3 Basen legen 1 Aminosäure fest
- Start ATG, Stopp TAA, TAG, TGA
- Aminosäurefolge → Faltung → Aufgabe
- Beispiel: TYR → Tyrosinase → Melanin → Farbe
2.1.3Gene und Umwelt
- Genotyp: alle Gene mit ihren Allelen
- Phänotyp: Erscheinungsbild
- Modifikation: umweltbedingt, nicht erblich
- Reaktionsnorm: genetischer Spielraum
- Russenkaninchen: Haut unter etwa 35 °C → schwarzes Fell
Ein Gen ist keine Eigenschaft
Gene enthalten Bauanleitungen für Proteine. Erst das Protein — oft ein Enzym — bewirkt das Merkmal.
Die Regeln, an denen die Punkte hängen
Diese Punkte kosten in der Klassenarbeit am häufigsten Punkte — und lassen sich leicht vermeiden.
Regel 1 — Basen oder Basenpaare?
Ein Basenpaar besteht aus zwei Basen. Bei Anteilen immer von A = T und G = C ausgehen: 100 % − 2 · (bekannter Anteil).
Regel 2 — Tripletts sauber zählen
3 Basen je Aminosäure. Das Stopp-Triplett gehört zum Gen, codiert aber keine Aminosäure.
Regel 3 — Gen, Genort, Allel trennen
Das Gen ist der Abschnitt, der Genort seine Adresse, das Allel seine Variante. Homologe Chromosomen haben dieselben Gene, aber evtl. andere Allele.
Regel 4 — Modifikationen sind nicht erblich
Die Umwelt verändert den Phänotyp, nie den Genotyp. Beweis: Nachkommen unter gleichen Bedingungen vergleichen.
