Wo man heute online spielt, Puzzles löst und gegen Engines trainiert — ein Vergleich der zwei wichtigsten Plattformen.
Wer heute Schach spielen möchte, braucht weder Brett noch Partner — alles geht online. Die zwei großen Plattformen sind Lichess und Chess.com. Beide bieten kostenloses Spiel, Puzzles, Engine-Analyse, Lehrvideos und Turniere — sie unterscheiden sich aber in Philosophie und Detail.
Online-Schach gibt es in vielen Geschwindigkeiten. Für den Einstieg eignen sich nicht die schnellsten Formate — beim Bullet bleibt keine Zeit zum Nachdenken. Empfohlen für Anfänger:innen ist Rapid (10 Min.) — lange genug, um Pläne zu schmieden, kurz genug für mehrere Partien am Abend.
Für Profis. Reflexspiel.
Schnell, populär.
Empfohlen für Einstieg.
Turnier-Format.
Beide Plattformen bieten unbegrenzt taktische Aufgaben. Auf Lichess heißt das „Puzzle Rush“ oder „Puzzle Storm“. Auf Chess.com heißt es „Puzzles“ / „Puzzle Battle“. Tägliche 10 – 15 Minuten Puzzles sind das schnellste Mittel, um besser zu werden.
Auf Chess.com gibt es liebevoll gestaltete Bots auf jedem Niveau — vom 250-Elo-„Martin“ bis zu Magnus-Carlsen-Stil-Engines. Lichess hat den „Stockfish Lite“ mit einstellbarer Stärke. Beide perfekt zum Üben ohne Druck.
Nach jeder Partie sollte man die Engine-Analyse anschauen. Lichess macht das automatisch und gratis. Auf Chess.com sind manche Analyse-Funktionen Premium-Mitgliedern vorbehalten.
Lichess „Studies“ sind kostenlose Lehrgänge zu Eröffnungen, Endspielen, taktischen Themen — viele auf Deutsch. Chess.com „Lessons“ sind hochwertig produziert (mit Videos), aber meist kostenpflichtig.
Beide Plattformen funktionieren ab etwa 13 Jahren ohne Eltern-Einverständnis (DSGVO). Für die Gratis-Version von Lichess ist nicht einmal ein Account nötig — man kann sofort losspielen. Auf Chess.com braucht man einen Account, der mit Pseudonym und E-Mail eröffnet werden kann.