CM, FM, IM, GM — wie die FIDE-Titel funktionieren, was eine Norm ist und wie der Weg vom Vereinsspieler zum Titelträger aussieht.
Wer ernsthaft Turnierschach spielt, begegnet den FIDE-Titeln. Sie sind weltweit gültig und lebenslang. Der Weg führt über die Wertungszahl (Elo) und — bei den höheren Titeln — über Normen: herausragende Ergebnisse in starken internationalen Turnieren.
Es gibt vier offene Titel, gestaffelt nach Spielstärke: CM (Candidate Master) ab etwa 2200 Elo, FM (FIDE-Meister) ab etwa 2300, IM (Internationaler Meister) ab 2400 und GM (Großmeister) ab 2500. CM und FM verlangen nur die Wertungszahl, IM und GM zusätzlich Normen.
Eine Norm ist ein herausragendes Einzelergebnis in einem qualifizierten Turnier: Du musst über meist neun Runden eine bestimmte Turnier-Leistung erbringen (eine GM-Norm verlangt rund 2600 Performance) — gegen genug Titelträger und Gegner aus verschiedenen Ländern. Für IM und GM brauchst du drei solcher Normen.
Der Aufstieg dauert Jahre konzentrierter Arbeit: ein lückenloses Repertoire, scharfe Taktik, sichere Endspieltechnik und mentale Stärke — alles, was diese Klassen vermitteln. Spiele viele Turnierpartien gegen stärkere Gegner; nur dort wächst die Wertungszahl wirklich.
Parallel gibt es die Frauen-Titel WCM, WFM, WIM, WGM (mit jeweils etwa 200 Punkten niedrigeren Schwellen); Frauen können selbstverständlich auch die offenen Titel CM–GM erringen. Daneben vergibt die FIDE Titel für Schiedsrichter und Trainer — der Schachsport ist mehr als nur Spielen.