Theorie alleine reicht nicht — wer eine Partie gewinnen will, muss am Ende auch Matt setzen können. Hier kommen die zwei wichtigsten Grundtechniken.
Mit König gegen König allein kann man nie Matt setzen (es ist sogar laut Regel automatisch Remis). Du brauchst mindestens eine Schwerfigur (Dame oder Turm) oder genug Leichtfiguren, um den gegnerischen König an den Brettrand zu drängen.
Die Strategie ist immer dieselbe:
Mit König und Dame ist Matt am einfachsten. Klassisches Bild:
Weißer König auf f6, weiße Dame auf g7, schwarzer König auf h8. Die Dame gibt Schach von g7 — der schwarze König kann nicht weg (h7 und g8 sind von der Dame oder vom weißen König gedeckt). Die Dame selbst kann nicht geschlagen werden, weil der weiße König sie deckt.
Das berühmte „Treppenmatt“ — zwei Türme treiben den gegnerischen König wie auf einer Treppe Reihe für Reihe an den Brettrand. Du brauchst dafür nicht einmal deinen eigenen König!
Ein Turm hält eine Reihe (z. B. die 7. Reihe), der andere gibt Schach auf der darunterliegenden Reihe (8. Reihe). Der König muss zurückweichen. Dann gibt der erste Turm Schach auf der 7. Reihe von der anderen Seite — und so weiter, immer eine Reihe nach hinten.
Zwei Türme treiben den König Reihe für Reihe an den Brettrand:
Das Schäfermatt ist kein Endspiel-Matt, sondern eine Eröffnungsfalle. Es matt-et schon nach 4 Zügen — aber nur, wenn der Gegner es nicht erkennt. Trotzdem solltest du es kennen, denn:
Die Falle: Weiß zielt mit Dame und Läufer auf f7 — das einzige Feld, das nur vom schwarzen König gedeckt wird.
Die mit Abstand beste Übung: Spiele gegen einen Trainings-Bot mit einer Schwerfigur Vorsprung und versuche, in möglichst wenigen Zügen Matt zu setzen. Auf Lichess gibt es dafür einen Übungsbereich, in dem du Endspiele mit verschiedenen Materialien systematisch trainieren kannst:
Glückwunsch! Du hast alle 7 Lektionen der Einsteigerklasse durchgearbeitet. Jetzt kennst du die Regeln und die wichtigsten Konzepte. Bereit für die nächste Stufe?