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Elektrischer Schwingkreis

Spule und Kondensator zusammengeschaltet: Die Energie pendelt zwischen elektrischem und magnetischem Feld hin und her.

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Erklärung — Schwingkreis und Thomson-Gleichung

Energie pendelt

Ein geladener Kondensator (1.3.1) wird über eine Spule entladen. Entscheidend ist, dass die Spule den Strom „träge“ macht.

  • Selbstinduktion:ändert sich der Strom in der Spule, ändert sich ihr eigenes Magnetfeld; sie induziert in sich selbst eine Spannung (3.2.1), die nach Lenz der Stromänderung entgegenwirkt (3.2.2).
  • Induktivität L:gibt an, wie stark diese Gegenspannung ist: \(U_{\text{ind}}=-L\cdot\tfrac{\Delta I}{\Delta t}\); Einheit Henry, \(1\,\mathrm H=1\,\tfrac{\mathrm V\cdot\mathrm s}{\mathrm A}\).
  • Kondensator voll geladen:ganze Energie im elektrischen Feld, Strom null.
  • Kondensator leer:Strom maximal, ganze Energie im Magnetfeld der Spule. Die Spule hält den Strom aufrecht und lädt den Kondensator umgekehrt auf — der Kreis schwingt.

Die Thomson-Gleichung

Spule und Kondensator spielen dieselben Rollen wie Masse und Feder (4.2.1):

  • Trägheit:Masse \(m\) ↔ Induktivität \(L\).
  • Rücktrieb:Federhärte \(D\) ↔ Kehrwert \(\tfrac{1}{C}\) der Kapazität.
  • Zustand:Auslenkung \(y\) ↔ Ladung \(q\) auf dem Kondensator.
  • Ersetzen:aus \(T=2\pi\sqrt{\tfrac{m}{D}}\) wird die Thomson-Gleichung.
Thomson-Gleichung

\(T=2\pi\sqrt{L\,C}\)

L: Induktivität (H), C: Kapazität (F), T: Schwingungsdauer (s)

Schwingkreis

Induktivität und Kapazität bestimmen Periodendauer und Frequenz nach der Thomson-Gleichung. Die Balken zeigen, wie die Energie zwischen Kondensator und Spule hin- und herpendelt.

Kondensator Spule E (elektrisch) E (magnetisch) ⇆
Die Energie pendelt zwischen dem elektrischen Feld des Kondensators und dem magnetischen Feld der Spule — wie Bewegungs- und Spannenergie beim Federpendel. Es gilt \(T=2\pi\sqrt{LC}\).

Frequenz eines Schwingkreises

Ein Schwingkreis hat \(L=10\,\mathrm{mH}\) und \(C=1{,}0\,\mathrm{\mu F}\). Wie groß sind Schwingungsdauer und Frequenz?

Umrechnen\(L=0{,}010\,\mathrm H\), \(C=1{,}0\cdot10^{-6}\,\mathrm F\)
Thomson\(T=2\pi\sqrt{0{,}010\cdot10^{-6}}=2\pi\sqrt{10^{-8}}\)
Ergebnis T\(T=2\pi\cdot10^{-4}=6{,}3\cdot10^{-4}\,\mathrm s=0{,}63\,\mathrm{ms}\)
Frequenz\(f=\tfrac{1}{T}\approx1{,}6\cdot10^{3}\,\mathrm{Hz}=1{,}6\,\mathrm{kHz}\)
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Allgemeine Hinweise

Thomson

\(T=2\pi\sqrt{LC}\): erst L·C, dann Wurzel, dann mal \(2\pi\).

Zehnerpotenzen

mH = \(10^{-3}\) H, µF = \(10^{-6}\) F. Sauber umrechnen!

Wurzel-Abhängigkeit

Vierfaches L oder vierfaches C ergibt doppeltes T und halbe Frequenz.

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