Erklärung — der Wien-Filter
Das Kräftegleichgewicht
Der Wien-Filter nutzt den Unterschied aus 2.2.3: Die elektrische Kraft hängt nicht von \(v\) ab, die Lorentzkraft schon.
- Gekreuzte Felder:Elektrisches und magnetisches Feld stehen senkrecht aufeinander und lenken das Teilchen gegensinnig ab.
Herleitung:
- Durchlass:nur für genau diese Geschwindigkeit; langsamere und schnellere Teilchen werden abgelenkt.
- Unabhängig von q und m:in \(v=\dfrac{E}{B}\) kommen weder \(q\) noch \(m\) vor — der Filter wählt allein nach der Geschwindigkeit aus.
\(v=\dfrac{E}{B}=\dfrac{U}{d\,B}\)
Im gekreuzten Feld (E nach unten, B in die Ebene) wirken zwei Kräfte gegeneinander: \(qE\) (konstant) und \(qvB\) (mit v). Nur bei \(v=\tfrac{E}{B}=3{,}0\cdot10^{6}\,\tfrac{m}{s}\) gleichen sie sich aus.
Durchlassgeschwindigkeit
\(U=600\,\mathrm V\), \(d=2{,}0\,\mathrm{cm}\), \(B=0{,}010\,\mathrm T\).
Allgemeine Hinweise
Zu schnell, zu langsam
Bei \(v>\tfrac{E}{B}\) überwiegt die Lorentzkraft, bei \(v<\tfrac{E}{B}\) die elektrische Kraft.
Erst E berechnen
Gegeben sind meist \(U\) und \(d\): zuerst \(E=\tfrac{U}{d}\) mit \(d\) in Metern bilden.
Gekreuzt
E senkrecht zu B, beide senkrecht zu v.
