Erklärung — Magnetfeld und Feldlinien
Magnetfeld und Feldlinien
Ein Dauermagnet übt auf andere Magnete und auf Eisen eine Kraft aus. Den Raum um ihn, in dem das geschieht, nennt man sein Magnetfeld.
- Pole:jeder Magnet hat einen Nordpol und einen Südpol; gleichnamige Pole stoßen sich ab, ungleichnamige ziehen sich an.
- Feldrichtung:außerhalb des Magneten zeigen die Feldlinien vom Nordpol zum Südpol.
- Geschlossen:im Inneren laufen die Linien vom Süd- zurück zum Nordpol weiter.
- Dichte:Feldlinien schneiden sich nie; wo sie dicht liegen (an den Polen), ist das Feld stark.
- Kompass:die Nadel richtet sich längs der Feldlinie aus, ihr Nordpol zeigt in Feldrichtung.
Magnetische Feldlinien sind immer geschlossen. Es gibt keine magnetischen Monopole: Nord- und Südpol treten nur gemeinsam auf.
Eine Kompassnadel wandert um einen Stabmagneten herum. Ihre rote Spitze zeigt stets entlang der Feldlinie — vom Nordpol weg, zum Südpol hin.
Der große Unterschied zum E-Feld
- E-Feld (1.1.4):Feldlinien beginnen an positiven und enden an negativen Ladungen; eine Ladung gibt es auch einzeln.
- Magnetfeld:Feldlinien haben weder Anfang noch Ende; einen einzelnen Pol gibt es nicht.
- Probekörper:im E-Feld eine kleine Probeladung, im Magnetfeld eine Kompassnadel.
Erdmagnetfeld und Kompass
Warum zeigt die Kompassnadel nach Norden?
Allgemeine Hinweise
Innen von S nach N
„Von N nach S“ gilt nur außerhalb des Magneten. Im Inneren laufen die Linien zurück zum Nordpol.
Zerbrochener Magnet
Bricht man einen Stabmagneten durch, entstehen zwei vollständige Magnete mit je N und S — kein einzelner Pol.
Pfeile nicht vergessen
Ein Feldlinienbild ist erst vollständig, wenn die Linien eine Richtung (Pfeil) tragen.
