Die Beschleunigung im Feld
Der Weg zur Flugzeit hat drei Schritte: Kraft → Beschleunigung → Flugzeit. Zuerst die Beschleunigung \(a\).
- Feldkraft:\(F=q\,E\) mit \(E=\dfrac{U}{d}\) (1.2.2) — zieht das Elektron zur Plusplatte.
- Newton:Eine Kraft beschleunigt eine Masse: \(F=m\,a\).
- Gewichtskraft:rund \(10^{14}\)-mal kleiner — sie wird weggelassen.
Herleitung:
Beschleunigung: \(a=\dfrac{q\,U}{m\,d}\)
Flugzeit mit den Bewegungsgesetzen
Mit konstantem \(a\) gilt das Weg-Zeit-Gesetz wie beim freien Fall — nur mit \(a\) statt \(g\).
- Start:Das Elektron startet aus der Ruhe an der Minusplatte.
- Weg:\(s=\tfrac12\,a\,t^{2}\)
- Ziel:An der Plusplatte ist der Weg \(s=d\) — gesucht ist die Zeit \(t\).
Herleitung:
Flugzeit: \(t=\sqrt{\dfrac{2\,d}{a}}\)
Verändere \(d\) und \(U\) und beobachte die Flugzeit. Das Stroboskop markiert gleiche Zeitabstände.
Halte fest: Größerer Abstand verlängert den Flug, höhere Spannung verkürzt ihn. Das Proton (1836-fache Masse) braucht die \(\sqrt{1836}\approx 43\)-fache Flugzeit.
Wovon die Flugzeit abhängt
Setzt man \(a\) aus Phase 1 in die Flugzeit ein, sieht man alle Einflüsse auf einen Blick.
Herleitung:
- Abstand:\(t\sim d\) — doppelter Abstand, doppelte Flugzeit.
- Spannung:\(t\sim\dfrac{1}{\sqrt U}\) — vierfache Spannung, halbe Flugzeit.
- Masse:\(t\sim\sqrt m\) — schwere Teilchen brauchen länger.
Flugzeit: \(t=d\cdot\sqrt{\dfrac{2\,m}{q\,U}}\)
Allgemeine Hinweise
Doppelter Abstand, doppelte Zeit
Nicht vierfach: Bei größerem \(d\) wird der Weg länger und \(a\) kleiner. Beides zusammen ergibt \(t\sim d\).
Erst Meter, dann einsetzen
In \(E=\dfrac{U}{d}\) und \(t=\sqrt{\dfrac{2d}{a}}\) gehört \(d\) in Meter: \(5{,}0\,\mathrm{cm}=0{,}050\,\mathrm m\).
Zeiten in Nanosekunden
Elektronen brauchen für einige Zentimeter nur wenige \(\mathrm{ns}=10^{-9}\,\mathrm s\). Ein Ergebnis in Sekunden oder Millisekunden deutet auf einen Einheitenfehler.
