Angaben und Konstanten
- \(E_n=-\dfrac{13{,}6\,\mathrm{eV}}{n^2}\) · \(\Delta E = E_\text{hoch}-E_\text{tief}\) · \(\lambda=\dfrac{h\,c}{\Delta E}\) mit \(h\,c=1240\,\mathrm{eV\cdot nm}\)
- Potenzialtopf: \(\lambda_n=\dfrac{2L}{n}\) · \(E_n=\dfrac{n^2h^2}{8m_eL^2}\) · \(E_n\approx n^2\cdot\dfrac{0{,}376\,\mathrm{eV}}{(L/\mathrm{nm})^2}\)
- Wien: \(\lambda_\text{max}\cdot T=2{,}90\cdot10^{6}\,\mathrm{nm\cdot K}\) · Stefan-Boltzmann: \(\dfrac{P}{A}=\sigma T^4\), \(\sigma=5{,}67\cdot10^{-8}\,\mathrm{\tfrac{W}{m^2K^4}}\)
- Franck-Hertz / Leuchtschichten: \(E_\text{kin}=eU\) · \(n=\left\lfloor\dfrac{eU}{\Delta E}\right\rfloor\) · \(\dfrac{x_k}{L}=\dfrac{k\,\Delta E}{eU}\)
- Sichtbares Licht: 380 nm bis 780 nm. Anregungsenergien: Quecksilber 4,9 eV, Neon 18,7 eV.
Wissen und Reproduzieren
18 PunkteDas Schema rechts zeigt die untersten Energieniveaus des Wasserstoffatoms. Gib jeweils nur den Zahlenwert an — Komma oder Punkt sind beide erlaubt.
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a) \(|E_3| = \dfrac{13{,}6}{3^2}\,\mathrm{eV} = \dfrac{13{,}6}{9}\,\mathrm{eV} \approx \mathbf{1{,}51\ eV}\)
b) \(\Delta E = E_2 - E_1 = -3{,}40 - (-13{,}60) = \mathbf{10{,}2\ eV}\) — das doppelte Minus wird zum Plus; Beträge addieren wäre falsch.
c) \(\Delta E = E_4 - E_2 = -0{,}85 - (-3{,}40) = \mathbf{2{,}55\ eV}\)
d) Der Betrag eines Niveaus ist die Ionisierungsenergie aus diesem Zustand: \(|E_4| = \dfrac{13{,}6}{16}\,\mathrm{eV} = \mathbf{0{,}85\ eV}\).
e) \(\lambda = \dfrac{1240}{1{,}89}\,\mathrm{nm} \approx \mathbf{656\ nm}\) — die rote Hα-Linie.
f) \(\lambda = \dfrac{1240}{3{,}40}\,\mathrm{nm} \approx \mathbf{365\ nm}\) — die Seriengrenze der Balmer-Serie, knapp im UV.
Ordne jedem Begriff die passende Beschreibung zu. Es stehen mehr Beschreibungen zur Auswahl, als du brauchst.
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Grundzustand → tiefstes Niveau, n = 1 bei −13,60 eV. Ionisierungsgrenze → \(E_\infty = 0\) eV; oberhalb ist das Elektron frei, die erlaubten Energien liegen dort nicht mehr in Stufen.
Lyman-Serie → Zielniveau n = 1, alle Linien im UV. Balmer-Serie → Zielniveau n = 2, die einzige Serie im sichtbaren Bereich. Eine Serie hängt immer am unteren Niveau, nie am Startniveau.
Seriengrenze → dort laufen für \(n\to\infty\) unendlich viele Linien zusammen; sie ist eine Häufungsstelle und keine besonders helle Linie.
Nicht gebraucht: die Zahl der Bäuche (gehört zum Potenzialtopf) und 4,9 eV (Anregungsenergie von Quecksilber im Franck-Hertz-Versuch).
Die Abbildung zeigt den Auffangstrom \(I\) einer Franck-Hertz-Röhre in Abhängigkeit von der Beschleunigungsspannung \(U\).
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a) Die Gegenspannung ist der „Türsteher“: Nur Elektronen, die nach dem Durchlaufen des Gitters noch genug kinetische Energie besitzen, kommen an der Anode an. Erst dadurch wird der Energieverlust beim inelastischen Stoß überhaupt als Stromeinbruch messbar. Beschleunigt wird zwischen Kathode und Gitter, geheizt wird die Kathode selbst.
b) Die Einbrüche liegen bei 4,9 V — 9,8 V — 14,7 V — 19,6 V, also im festen Abstand ΔU = 4,9 V. Wegen \(E_\text{kin}=eU\) entspricht das genau der Anregungsenergie 4,9 eV des Quecksilberatoms.
c) \(U_5 = 5\cdot 4{,}9\,\mathrm V = \mathbf{24{,}5\ V}\).
Ein Elektron sitzt in einem eindimensionalen Potenzialtopf der Breite \(L\) mit unendlich hohen Wänden.
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Richtig:
• Knoten an beiden Wänden — die Aufenthaltswahrscheinlichkeit ist am Rand null, also muss ψ dort verschwinden. Genau daraus folgt die Passbedingung \(L = n\cdot\frac{\lambda}{2}\).
• n = 1 mit \(E_1 \gt 0\) — die Nullpunktsenergie. Ein Zustand n = 0 hätte überall ψ = 0, das Elektron wäre nirgends; \(\lambda_0 = \frac{2L}{0}\) ist gar nicht definiert.
• n Bäuche — dazu \(n-1\) Knoten im Inneren (plus die beiden an den Wänden).
Falsch: Bei unendlich hohen Wänden ist die Aufenthaltswahrscheinlichkeit außerhalb exakt null. Wegen \(E_n\sim n^2\) laufen die Stufen nach oben auseinander (umgekehrt zum Wasserstoffatom). Und \(L\) steht im Nenner: \(E_n\sim 1/L^2\), ein breiterer Topf senkt alle Stufen ab.
Anwenden und Berechnen
27 PunkteIn einer Wasserstoff-Gasentladungsröhre springt ein Elektron vom Niveau \(n=6\) auf das Niveau \(n=2\). Diese Hδ-Linie ist im Spektrum rechts noch nicht beschriftet.
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a) \(E_6=-\dfrac{13{,}6}{36}\,\mathrm{eV}\approx -0{,}378\,\mathrm{eV}\), \(E_2=-3{,}40\,\mathrm{eV}\).
\(\Delta E = E_6-E_2 = -0{,}378-(-3{,}40) \approx \mathbf{3{,}02\ eV}\)
b) \(\lambda=\dfrac{1240}{3{,}02}\,\mathrm{nm}\approx \mathbf{410\ nm}\)
c) 410 nm liegt zwischen 380 nm und 780 nm, also im Sichtbaren — ganz am violetten Rand. Die Balmer-Serie ist die einzige Serie, die im Fenster des Auges liegt; Lyman liegt komplett im UV, Paschen komplett im IR.
Erwartungshorizont zur Begründung: Die Energieniveaus rücken nach oben immer enger zusammen und laufen gegen die Ionisierungsgrenze \(E_\infty=0\). Damit wachsen die Energiedifferenzen zum festen Zielniveau \(n=2\) immer weniger: von 3→2 auf 4→2 ändert sich ΔE noch deutlich (1,89 auf 2,55 eV), von 5→2 auf 6→2 kaum noch (2,86 auf 3,02 eV). Wegen \(\lambda=1240/\Delta E\) liegen die zugehörigen Wellenlängen (656 · 486 · 434 · 410 nm) entsprechend immer dichter beieinander und häufen sich an der Seriengrenze bei 365 nm. Diese ist eine Häufungsstelle, keine besonders helle Linie.
Ein Elektron ist in einem Quantenpunkt eingesperrt. Er wird als eindimensionaler Potenzialtopf der Breite \(L=2{,}0\,\mathrm{nm}\) mit unendlich hohen Wänden beschrieben.
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a) \(\lambda_1=\dfrac{2L}{1}=2\cdot 2{,}0\,\mathrm{nm}=\mathbf{4{,}0\ nm}\) — in die Breite \(L\) passt genau eine Halbwelle.
b) \(E_1=\dfrac{0{,}376\,\mathrm{eV}}{(2{,}0)^2}=\dfrac{0{,}376}{4{,}0}\,\mathrm{eV}=\mathbf{0{,}094\ eV}\)
c) \(\Delta E = E_2-E_1=(2^2-1^2)\,E_1=3E_1=3\cdot 0{,}094\,\mathrm{eV}\approx \mathbf{0{,}28\ eV}\). Der Faktor 3 darf nicht vergessen werden — \(E_2\) allein ist nicht die Photonenenergie.
d) \(\lambda=\dfrac{1240}{0{,}28}\,\mathrm{nm}\approx 4{,}4\cdot 10^{3}\,\mathrm{nm}=4{,}4\,\mathrm{\mu m}\) — weit jenseits von 780 nm, also Infrarot.
Erwartungshorizont zur Begründung: Für \(n=0\) wäre \(\lambda_0=\frac{2L}{0}\) gar nicht definiert, und eine Welle ohne Bauch hätte überall ψ = 0 — das Elektron wäre nirgends anzutreffen. Der tiefste mögliche Zustand ist deshalb \(n=1\) mit \(E_1\gt 0\): die Nullpunktsenergie. Ein eingesperrtes Elektron kann nie ganz ruhen, und je enger der Topf, desto größer diese Restenergie (\(E_1\sim 1/L^2\)).
Eine Wärmebildkamera misst an einer Hauswand ein Strahlungsmaximum bei \(\lambda_\text{max}=10\,400\,\mathrm{nm}\). Zum Vergleich betrachtest du die Sonnenoberfläche mit \(T=5800\,\mathrm{K}\).
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a) \(T=\dfrac{2{,}90\cdot10^{6}\,\mathrm{nm\cdot K}}{10\,400\,\mathrm{nm}}\approx \mathbf{279\ K}\) — also rund 6 °C.
b) \(\lambda_\text{max}=\dfrac{2{,}90\cdot10^{6}\,\mathrm{nm\cdot K}}{5800\,\mathrm K}=\mathbf{500\ nm}\) — grüngelb, mitten im sichtbaren Bereich; deshalb erscheint die Sonne (fast) weiß.
c) Richtig ist die zweite Aussage: Die Kurve verschiebt sich und wächst zugleich — sie kippt nicht nur zur Seite. Falsch sind: die Leistung steigt mit \(T^4\), also auf das 16-fache (nicht das Doppelte); auch kühle Körper strahlen, nur unsichtbar im Infraroten; und Wien liefert nur die Lage des Maximums, die Helligkeit kommt aus Stefan-Boltzmann.
Erwartungshorizont zur Begründung: Bei 279 K liegt das Maximum bei rund 10 µm, also weit im fernen Infrarot — im sichtbaren Fenster (380 nm bis 780 nm) ist die Intensität so gering, dass das Auge nichts wahrnimmt. Die Kurve fällt aber nie exakt auf null; die Wand strahlt sehr wohl. Wärmebildkameras sind genau für den Bereich um 10 µm gebaut und machen diese Strahlung sichtbar. Zwischen 279 K und 293 K liegen nur etwa 5 % Temperaturunterschied, wegen \(T^4\) aber gut 20 % mehr abgestrahlte Leistung — deshalb liefert die Kamera einen guten Kontrast.
Durch eine Küvette mit kühlem Wasserstoffgas läuft weißes Licht. Die Atome befinden sich im Zustand \(n=2\).
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a) Aus \(n=2\) sind erlaubt: \(2\to3\): \(-1{,}51-(-3{,}40)=\mathbf{1{,}89\ eV}\) (656 nm, rot) · \(2\to4\): \(\mathbf{2{,}55\ eV}\) (486 nm, blaugrün) · \(2\to5\): \(\mathbf{2{,}86\ eV}\) (434 nm, violett). Zur Ionisierung wären 3,40 eV nötig — 3,10 eV reichen dafür nicht und passen zu keinem Übergang; 2,00 eV und 2,60 eV passen ebenfalls zu keiner Differenz.
b) \(2{,}55\,\mathrm{eV}-2{,}40\,\mathrm{eV}=\mathbf{0{,}15\ eV}\).
Erwartungshorizont zur Begründung: Resonanz kennt kein „ungefähr“. Die Bedingung \(E_\text{Ph}=\Delta E\) ist scharf: entweder das Photon passt exakt zu einer Niveaudifferenz und wird vollständig geschluckt, oder es läuft ungehindert durch. Ein Photon mit 2,60 eV liegt nur 0,05 eV neben dem Übergang \(2\to4\) — es gibt aber weder eine Teilabsorption noch die Möglichkeit, den Überschuss abzugeben oder die fehlende Energie „auszuleihen“. Deshalb entstehen dünne dunkle Striche und keine breiten grauen Bänder.
Ein Rohr ist mit Neon gefüllt. Zwischen Kathode und Gitter liegt die Beschleunigungsspannung \(U\); die Anregungsenergie von Neon beträgt \(\Delta E = 18{,}7\,\mathrm{eV}\).
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a) \(\dfrac{45}{18{,}7}\approx 2{,}41\) → abrunden: \(n=\mathbf{2}\) Schichten. Der Rest bleibt dem Elektron als Bewegungsenergie; eine „halbe“ Schicht gibt es nicht.
b) \(U_3=\dfrac{3\cdot 18{,}7\,\mathrm{eV}}{e}=\mathbf{56{,}1\ V}\).
c) \(\dfrac{x_2}{L}=\dfrac{2\cdot 18{,}7}{93{,}5}=\dfrac{37{,}4}{93{,}5}=0{,}40\) → 40 %. Bei 93,5 V liegen fünf Schichten bei 20 %, 40 %, 60 %, 80 % und 100 %.
Erwartungshorizont zur Begründung: Eine Schicht liegt dort, wo das Elektron zum \(k\)-ten Mal die Energie \(k\cdot\Delta E\) beisammen hat, also bei \(\frac{x_k}{L}=\frac{k\,\Delta E}{eU}\). Die Spannung \(U\) steht im Nenner: Wird \(U\) größer, wird der Bruchteil \(x_k/L\) kleiner, die Stelle rückt also näher an die Kathode — entgegen der Flugrichtung der Elektronen. Hinten wird dadurch Platz für eine weitere Schicht. Mehr Spannung macht die Schichten außerdem heller, nicht farbiger: die Farbe hängt allein an den Übergängen des Neon-Atoms.
Beurteilen und Bewerten
15 PunkteEin Kurs hat sechs Merksätze zum Wasserstoffatom notiert. Drei davon sind physikalisch falsch.
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Falsch — Zeile 1: 3,40 eV ist der Betrag von \(E_2\), also die Ionisierungsenergie aus \(n=2\). Aus dem Grundzustand sind \(|E_1|=\mathbf{13{,}60\ eV}\) nötig.
Falsch — Zeile 3: \(\lambda=\dfrac{1240\,\mathrm{eV\cdot nm}}{\Delta E}\) — ΔE steht im Nenner. Großes ΔE bedeutet kurze Wellenlänge (6→1 liegt im UV, 4→3 im IR).
Falsch — Zeile 5: Nicht die Zahl der übersprungenen Stufen entscheidet, sondern wie tief unten der Übergang endet. \(5\to2\) liefert nur 2,86 eV, \(2\to1\) dagegen 10,2 eV.
Richtig sind: die negativen Niveauenergien (Nullpunkt \(E_\infty=0\) = gerade freies Elektron); \(4\to1\): \(-0{,}85-(-13{,}60)=12{,}75\,\mathrm{eV}\) (Beträge zu addieren gäbe falsche 14,45 eV); und die strikte Diskretheit — zwischen den Stufen kann das Elektron nicht ruhen, nicht einmal kurz. Genau daraus folgt das Linienspektrum statt eines lückenlosen Bandes.
Plausibilitätskontrolle: Jedes ΔE beim Wasserstoff muss kleiner sein als 13,60 eV.
An vier Nanodrähten unterschiedlicher Länge wurde jeweils die Energie des Übergangs \(1\to 2\) gemessen. Das Potenzialtopfmodell sagt \(\Delta E_{1\to2}=3E_1\) mit \(E_1\approx\frac{0{,}376\,\mathrm{eV}}{(L/\mathrm{nm})^2}\) voraus, also \(\Delta E\cdot L^2\approx 3\cdot 0{,}376 = 1{,}128\,\mathrm{eV\,nm^2}\).
| Draht | A | B | C | D |
|---|---|---|---|---|
| L in nm | 1,00 | 1,50 | 2,00 | 3,00 |
| gemessenes ΔE in eV | 1,10 | 0,49 | 0,29 | 0,12 |
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a) \(\Delta E=\dfrac{3\cdot 0{,}376}{(1{,}50)^2}\,\mathrm{eV}=\dfrac{1{,}128}{2{,}25}\,\mathrm{eV}\approx \mathbf{0{,}50\ eV}\) gegen den Messwert 0,49 eV — Übereinstimmung auf etwa 2 %.
b) \(0{,}29\cdot (2{,}00)^2 = 0{,}29\cdot 4{,}00 = \mathbf{1{,}16\ eV\,nm^2}\).
c) Die vier Produkte lauten A 1,10 · B 1,10 · C 1,16 · D 1,08 eV·nm². Sie streuen um weniger als ±4 % um den Mittelwert 1,11 eV·nm² und liegen dicht am theoretischen Wert 1,128 eV·nm². Damit ist die Proportionalität \(\Delta E \sim 1/L^2\) über den ganzen Messbereich bestätigt. Eine exakte Übereinstimmung ist bei einer Messung nicht zu erwarten und wäre kein sinnvolles Prüfkriterium; \(\Delta E \sim 1/L\) würde stattdessen ein Produkt \(\Delta E\cdot L\) konstant halten — das tut es hier nicht.
Erwartungshorizont zur Stellungnahme: \(\Delta E=\frac{1240}{650}\,\mathrm{eV}\approx 1{,}91\,\mathrm{eV}\); daraus \(L^2=\frac{1{,}128}{1{,}91}\approx 0{,}59\,\mathrm{nm^2}\), also \(L\approx \mathbf{0{,}77\ nm}\). Das sind nur wenige Atomdurchmesser (rund 0,1 nm je Atom). Auf dieser Skala sind die Modellannahmen kaum noch haltbar: Es gibt keine steilen, unendlich hohen Wände, das Potenzial ist weich, und die eindimensionale Beschreibung wird der Struktur nicht mehr gerecht. Das Modell bleibt trotzdem brauchbar — für lange Drähte liefert es gute Zahlen, für sehr kurze nur noch die Größenordnung. Modelle sind zweckgebunden: Die Frage ist nicht „stimmt es?“, sondern „wofür stimmt es?“.
Weißes Licht läuft durch eine Küvette mit heißem Natriumdampf und danach durch ein Gitter. Auf dem Schirm fehlt genau die Farbe bei 589 nm — dort erscheint eine dunkle Linie. Von der Seite betrachtet leuchtet der Dampf gelb.
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a) \(E=\dfrac{1240}{589}\,\mathrm{eV}\approx \mathbf{2{,}11\ eV}\).
b) Zulässig:
• Das Gas kann 589 nm auch emittieren — Kirchhoffscher Umkehrsatz: Ein Gas absorbiert genau die Wellenlängen, die es bei gleicher Temperatur auch aussenden würde.
• Zwei Niveaus unterscheiden sich um rund 2,11 eV — genau das ist die Resonanzbedingung \(E_\text{Ph}=\Delta E\).
• Anregung, keine Ionisierung — das Zielniveau liegt bei \(-5{,}14+2{,}11=-3{,}03\,\mathrm{eV}\), also weiterhin unter null: Das Elektron bleibt gebunden. Zur Ionisierung wären mindestens 5,14 eV nötig.
Nicht zulässig: Die Energie ist nicht vernichtet (das widerspräche der Energieerhaltung) — sie wird als Photon gleicher Wellenlänge wieder abgestrahlt, nur in zufällige Richtung. Bei 600 nm passt die Photonenenergie schon nicht mehr in die Lücke; Resonanz kennt kein „fast“, es gibt keine abgeschwächte Nachbarlinie. Und stärkeres Heizen bringt mehr Natriumatome in den Strahlengang: Die Linie wird dunkler und breiter, nicht heller — heller wird nur das seitliche Leuchten.
Erwartungshorizont zur Erklärung: Beides ist derselbe Vorgang, die Resonanzabsorption mit anschließender ungerichteter Wiederabstrahlung. Ein Photon mit exakt 2,11 eV hebt ein Elektron auf das passende Niveau; nach kurzer Zeit fällt es zurück und sendet ein Photon derselben Wellenlänge aus — jedoch in eine zufällige Richtung. Nur ein winziger Bruchteil fliegt wieder in die ursprüngliche Strahlrichtung, deshalb fehlt dem durchgehenden Strahl fast das gesamte Licht dieser Farbe (dunkle Linie). Seitlich dagegen kommt Licht an, das ohne das Gas nie dorthin gelangt wäre — der Dampf leuchtet gelb. Die Energie wird also nicht vernichtet, sondern aus dem Strahl herausgestreut.
Probeklausur auswerten
Wenn du alle 12 Aufgaben bearbeitet hast, klicke auf „Auswerten“. Jede Teilaufgabe wird automatisch geprüft — du erhältst Punktzahl, Note und zu jeder Aufgabe den vollständigen Lösungsweg samt Erwartungshorizont für die schriftlichen Begründungen.
Dein Ergebnis
| Aufgabe | Thema | Punkte |
|---|
Automatisch bewertet werden Zahleneingaben, Single-Choice, Mehrfachauswahl und Zuordnungen. Bei Mehrfachauswahl zählt jede richtige Angabe, jede falsch angekreuzte zieht wieder ab. Die schriftlichen Begründungen bewertest du selbst am Erwartungshorizont.
Notenschlüssel — 60 Punkte
| Punkte | Note | Beurteilung |
|---|---|---|
| 60 – 54 P | 1 | sehr gut |
| 53 – 45 P | 2 | gut |
| 44 – 36 P | 3 | befriedigend |
| 35 – 27 P | 4 | ausreichend |
| 26 – 15 P | 5 | mangelhaft |
| 14 – 0 P | 6 | ungenügend |
Punkteverteilung: AFB I 18 P · AFB II 27 P · AFB III 15 P. Bearbeitungszeit 90 Minuten.
