Von der Energie zur Leistung
AFB I–IIBekannt sind drei Zusammenhänge: \( P = \tfrac{E}{t} \), die Spannung als Energie je Ladung \( U = \tfrac{E}{Q} \) und die Stromstärke als Ladung je Zeit \( I = \tfrac{Q}{t} \).
- Nennen Sie zu \( U \) und \( I \) jeweils Formelzeichen, Einheit und die Bedeutung als Quotient.
- Leiten Sie aus diesen drei Gleichungen \( P = U \cdot I \) her.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Spannung \( U \), Einheit Volt (V): Energie je transportierter Ladung, \( U = \tfrac{E}{Q} \), also 1 V = 1 J/C.
Stromstärke \( I \), Einheit Ampere (A): Ladung je Zeit, \( I = \tfrac{Q}{t} \), also 1 A = 1 C/s.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Aus \( U = \tfrac{E}{Q} \) folgt \( E = U \cdot Q \); aus \( I = \tfrac{Q}{t} \) folgt \( Q = I \cdot t \).
\( P = \dfrac{E}{t} = \dfrac{U \cdot Q}{t} = \dfrac{U \cdot I \cdot t}{t} = U \cdot I \)
Die elektrische Leistung ist das Produkt aus Spannung und Stromstärke.
Prüfung an einer LED-Leuchte
AFB II–IIIEine LED-Leuchte wird an \( U = 12\ \mathrm{V} \) betrieben und nimmt \( I = 0{,}25\ \mathrm{A} \) auf. Sie brennt eine Minute lang. Ein Mitschüler behauptet: „Wenn man die Spannung an einem Bauteil verdoppelt, verdoppelt sich auch seine Leistung.“
- Erklären Sie anhand der Einheiten, warum \( 1\ \mathrm{V} \cdot 1\ \mathrm{A} = 1\ \mathrm{W} \) gilt.
- Bestätigen Sie \( P = U \cdot I \) für die LED-Leuchte, indem Sie zuerst über \( Q \) und \( E \) rechnen.
- Überprüfen Sie die Behauptung des Mitschülers für ein Bauteil mit konstantem Widerstand.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
\( 1\ \mathrm{V} \cdot 1\ \mathrm{A} = 1\ \dfrac{\mathrm{J}}{\mathrm{C}} \cdot 1\ \dfrac{\mathrm{C}}{\mathrm{s}} = 1\ \dfrac{\mathrm{J}}{\mathrm{s}} = 1\ \mathrm{W} \)
Die Ladungseinheit kürzt sich heraus; übrig bleibt Energie je Zeit, also Leistung.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
\( Q = I \cdot t = 0{,}25\ \mathrm{A} \cdot 60\ \mathrm{s} = 15\ \mathrm{C} \)
\( E = U \cdot Q = 12\ \mathrm{V} \cdot 15\ \mathrm{C} = 180\ \mathrm{J} \)
\( P = \dfrac{E}{t} = \dfrac{180\ \mathrm{J}}{60\ \mathrm{s}} = 3{,}0\ \mathrm{W} \)
Direkt: \( P = U \cdot I = 12\ \mathrm{V} \cdot 0{,}25\ \mathrm{A} = 3{,}0\ \mathrm{W} \). Beide Wege liefern 3,0 W, die Formel ist bestätigt.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Bei konstantem \( R \) ist \( I = \tfrac{U}{R} \), also \( P = U \cdot I = \tfrac{U^2}{R} \).
Verdoppelt man \( U \), so verdoppelt sich auch \( I \); die Leistung wächst auf das Vierfache, nicht auf das Doppelte.
Die Behauptung ist falsch. Sie gälte nur, wenn die Stromstärke gleich bliebe.
