Dieselbe Sperrschicht, derselbe pn-Übergang — nur andersherum gedacht. Wo die LED aus Strom Licht macht, macht die Solarzelle aus einfallendem Licht elektrischen Strom.
Bei der LED fällt ein Elektron herunter und ein Photon fliegt weg. Bei der Solarzelle kommt ein Photon an — und hebt ein Elektron nach oben.
Eine Solarzelle ist gebaut wie eine Diode mit riesiger Fläche — damit möglichst viel Licht die Sperrschicht erreicht.
Von der Seite betrachtet ist eine Siliziumzelle ein Stapel aus wenigen Schichten.
In der Sperrschicht entsteht aus Licht ein Ladungsträgerpaar — und ein Feld, das schon vorher da ist, trennt es sofort.
Trennt die Paare, bevor sie wieder rekombinieren können.
Oben sammelt sich negative, unten positive Ladung an.
Genau diese Ladungstrennung ist die Spannung der Solarzelle.
| Größe | typischer Wert | wovon hängt es ab? |
|---|---|---|
| Leerlaufspannung einer Zelle | 0,5 bis 0,6 V | vom Material Silizium — nicht von der Größe der Zelle |
| Kurzschlussstromstärke | einige Ampere | von der Fläche und von der Bestrahlungsstärke |
| Modulspannung (36 Zellen in Reihe) | etwa 18 bis 21 V | von der Anzahl der in Reihe geschalteten Zellen |
| Wirkungsgrad handelsüblicher Module | rund 20 % | von der Zelltechnik |
Wie viel eine Anlage liefert, hängt an Bestrahlungsstärke und Ausrichtung.
Du blickst von der Seite in eine Solarzelle hinein. In der Sperrschicht erzeugt jedes ankommende Photon ein Elektron-Loch-Paar, das eingebaute Feld trennt die beiden sofort. Mehrere Zellen in Reihe erhöhen die Spannung des Moduls — achte darauf, welche Größe dabei wächst und welche nicht.
Zwei Beobachtungen lohnen sich besonders. Erstens: Nimmst du das Licht weg, bleibt zwar das Feld in der Sperrschicht bestehen, aber es entstehen keine Paare mehr — ohne Photonen kein Strom. Zweitens: Schaltest du Zellen in Reihe, wächst die Spannung Zelle für Zelle, die Stromstärke bleibt gleich. Genau so entsteht aus 0,5-Volt-Zellen ein Modul mit brauchbarer Spannung.
Drei Punkte, die bei der Solarzelle regelmäßig durcheinandergehen.
Größer heißt nicht mehr Spannung. Die Leerlaufspannung liegt bei Silizium immer bei 0,5 bis 0,6 V — mehr Fläche bringt nur mehr Stromstärke.
Nicht die Wärme macht den Strom. Die Zelle arbeitet mit der Energie einzelner Photonen; wird sie heiß, sinken Spannung und Leistung sogar.
Solarzelle ist nicht Solarthermie. Photovoltaik erzeugt elektrischen Strom, ein Solarkollektor auf dem Dach erwärmt dagegen nur Wasser.