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LED und Solarzelle

Gut oder schlecht? Das entscheidet nicht eine einzelne Zahl, sondern immer ein Zusammenspiel aus gleich fünf ganz verschiedenen Kriterien zugleich. Dieses Unterkapitel erklärt dir genau, wie das im Detail funktioniert.

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Erklärung — fünf Kriterien statt einer Zahl

Ob LED und Solarzelle „gut“ sind, entscheidet keine einzelne Zahl. Ein Urteil entsteht erst, wenn du physikalische, ökonomische und ökologische Kriterien gegeneinander abwägst.

Physikalisch: Wirkungsgrad und Lebensdauer

  • Wirkungsgrad LED:Rund 30 bis 40 % der elektrischen Energie werden sichtbares Licht, bei der Glühlampe nur rund 5 %.
  • Lebensdauer LED:Rund 25 000 Betriebsstunden statt rund 1000 Stunden bei der Glühlampe.
  • Solarmodul:Wandelt rund 20 % des einfallenden Lichts in elektrische Energie um — und das rund 25 Jahre lang.

Ökonomisch: nicht der Kaufpreis entscheidet

  • Kaufpreis:Die LED ist in der Anschaffung teurer als die Glühlampe.
  • Verbrauch:Für dieselbe Helligkeit braucht sie nur etwa ein Achtel der Leistung.
  • Gesamtkosten:Kaufpreis plus Stromkosten über die ganze Lebensdauer — so gerechnet ist die LED schon nach wenigen Monaten billiger.

Ökologisch: Herstellungsenergie und Rohstoffe

Jedes Bauteil kostet zuerst Energie, bevor es welche spart.

Energierücklaufzeit
t = WHerstellungWErtrag pro Jahr
WHerstellung

Energie, die Herstellung und Transport verbrauchen.

WErtrag

Elektrische Energie, die das Modul jährlich liefert.

t

Zeit in Jahren, bis sich das Modul energetisch bezahlt gemacht hat.

  • Rücklaufzeit:In Deutschland liegt t bei rund ein bis zwei Jahren — danach folgen rund zwei Jahrzehnte Energieüberschuss.
  • Silizium:Steckt als Quarzsand überall, muss aber sehr energieaufwändig gereinigt werden.
  • Seltene Metalle:In LEDs stecken Gallium und Indium — nur begrenzt verfügbar und aufwändig zu gewinnen.

Ein Solarmodul mit 1,7 m² Fläche startet mit einem Minus auf seinem Energie-Konto: der Herstellungsenergie. Jedes Jahr kommt der Ertrag dazu — abhängig von Standort, Wirkungsgrad und Herstellungsaufwand.

Energie-Konto eines Solarmoduls

Halte fest: Die Energierücklaufzeit ist der Schnittpunkt mit der Nulllinie — t = WHerstellung / WErtrag pro Jahr. Mehr Sonne oder ein höherer Wirkungsgrad verkürzen sie, ein aufwändigerer Herstellungsprozess verlängert sie. In Deutschland liegt sie bei ein bis zwei Jahren, danach arbeitet das Modul rund zwei Jahrzehnte im Plus.

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Hinweise

Drei Punkte, an denen Beurteilungen regelmäßig schieflaufen:

Hinweis

Nenne bei jedem Urteil das Kriterium: „ökologisch besser, weil …“. Ein Satz ohne Kriterium ist eine Meinung, keine Beurteilung.

Hinweis

Wirkungsgrade sind Verhältnisse und haben keine Einheit. Rechne erst am Schluss in Prozent um.

Hinweis

Vergleiche Kosten immer über dieselbe Nutzungsdauer. Eine LED mit 25 000 h ersetzt rund 25 Glühlampen.

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