Der Pogo-Stick
AFB I–IIMia hüpft auf einem Pogo-Stick, einem Springstab mit einer kräftigen Stahlfeder. Mia und der Stab haben zusammen die Masse 45 kg. Im tiefsten Punkt ist die Feder um 0,12 m zusammengedrückt; ihre Federkonstante beträgt 12 000 N/m.
Rechnen Sie wie im Unterricht: Die Sprunghöhe wird ab der Stelle gemessen, an der die Feder entspannt ist; Reibung wird vernachlässigt, \(g = 9{,}81\ \tfrac{\text{N}}{\text{kg}}\).
- Nennen Sie für die drei Stationen ① bis ③ jeweils die Energieform, in der die Energie steckt.
- Berechnen Sie die Spannenergie der Feder im tiefsten Punkt.
- Bestimmen Sie, wie hoch Mia mit dem Pogo-Stick springt.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
① tiefster Punkt: Spannenergie der Feder. ② Feder entspannt: Bewegungsenergie. ③ höchster Punkt: Lageenergie.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
\(E_{\text{Spann}} = \tfrac12 \cdot 12\,000\ \tfrac{\text{N}}{\text{m}} \cdot (0{,}12\ \text{m})^2 = 6000 \cdot 0{,}0144\ \text{J} = 86{,}4\ \text{J}\)
Antwortsatz: Im tiefsten Punkt speichert die Feder 86,4 J.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
\(\tfrac12 D s^2 = m \cdot g \cdot h \ \Rightarrow\ h = \dfrac{86{,}4\ \text{J}}{45\ \text{kg} \cdot 9{,}81\ \tfrac{\text{N}}{\text{kg}}} = \dfrac{86{,}4}{441{,}45}\ \text{m} \approx 0{,}20\ \text{m}\)
Antwortsatz: Mia springt rund 20 cm hoch. Die Masse wird hier gebraucht, weil sie nur auf einer Seite der Gleichung steht.
Das federnde Sprungbrett
AFB II–IIIIm Schwimmbad federt das 1-m-Brett wie eine Feder mit der Federkonstante 4500 N/m. Lina (55 kg) drückt es beim Absprung um 0,40 m herunter. Ihr Trainer (80 kg) drückt es beim selben Sprung um 0,50 m herunter.
Lina vermutet: „Wenn ich das Brett doppelt so tief herunterdrücke, springe ich doppelt so hoch.“
Modell: Die Spannenergie des Bretts wird vollständig in Lageenergie umgewandelt; die Sprunghöhe wird ab der Ruhelage des Bretts gemessen. Rechnen Sie mit \(g = 9{,}81\ \tfrac{\text{N}}{\text{kg}}\).
- Ermitteln Sie, wie hoch Lina über die Ruhelage des Bretts springt.
- Vergleichen Sie Linas Sprunghöhe mit der ihres Trainers und erklären Sie das Ergebnis.
- Widerlegen Sie Linas Vermutung mit einer Rechnung.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
\(E = \tfrac12 \cdot 4500\ \tfrac{\text{N}}{\text{m}} \cdot (0{,}40\ \text{m})^2 = 2250 \cdot 0{,}16\ \text{J} = 360\ \text{J}\)
\(h = \dfrac{360\ \text{J}}{55\ \text{kg} \cdot 9{,}81\ \tfrac{\text{N}}{\text{kg}}} = \dfrac{360}{539{,}55}\ \text{m} \approx 0{,}67\ \text{m}\)
Antwortsatz: Lina springt rund 0,67 m über die Ruhelage des Bretts.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Trainer: \(E = 2250 \cdot 0{,}50^2\ \text{J} = 562{,}5\ \text{J}\); \(h = \dfrac{562{,}5}{80 \cdot 9{,}81}\ \text{m} = \dfrac{562{,}5}{784{,}8}\ \text{m} \approx 0{,}72\ \text{m}\)
Der Trainer springt etwas höher (0,72 m statt 0,67 m), obwohl er schwerer ist. Grund: Seine Eindrücktiefe ist nur das 1,25-Fache, wegen des Quadrats ist seine Spannenergie aber das 1,5625-Fache. Seine Masse ist nur rund das 1,45-Fache — der Energiezuwachs überwiegt.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
\(s = 0{,}80\ \text{m}\): \(E = 2250 \cdot 0{,}64\ \text{J} = 1440\ \text{J}\) — das Vierfache von 360 J.
\(h = \dfrac{1440}{539{,}55}\ \text{m} \approx 2{,}67\ \text{m}\) — das Vierfache von 0,67 m.
Damit ist die Vermutung widerlegt: Wegen \(E \sim s^2\) führt die doppelte Eindrücktiefe (im Modell) zur vierfachen, nicht zur doppelten Sprunghöhe. In der Praxis ließe sich das Brett so tief gar nicht herunterdrücken.
