Ein See als Batterie: Überschüssiger Strom pumpt Wasser hinauf, beim Rücklauf treibt es die Turbine an. Energieerhaltung im Großen.
Sechste und letzte große Anwendungsaufgabe — Energieerhaltung im Maßstab eines Kraftwerks.
Strom lässt sich nur schwer aufbewahren — ein Pumpspeicherkraftwerk löst das auf denkbar einfache Weise.
Große Zahlen sind kein neues Problem — nur eine Frage der Sorgfalt.
Gehobene Wassermasse: 2 000 000 kg, das sind 2000 m³.
Fallhöhe zwischen Unter- und Oberbecken: 300 m.
Ortsfaktor auf der Erde: 9,81 N/kg.
Zu diesem Kraftwerk gehören fünf Teilfragen:
Die Kilowattstunde ist die Energiemenge, die auf jeder Stromrechnung steht.
Von Joule in Kilowattstunden kommst du durch Teilen durch 3 600 000.
Zurück rechnest du durch Multiplizieren mit 3 600 000.
Zwei praktische Merksätze helfen dir bei dieser Aufgabe.
Erst vorgerechnet, dann mit Lücken, dann allein.
a) und b) · vollständig vorgerechnetm = E : (g · h) = 3 600 000 J : (9,81 N/kg · 300 m)
m = 3 600 000 : 2943 ≈ 1223 kg
Man braucht rund 1223 kg Wasser, also gut 1,2 m³ — etwa eine große Badewanne voll, 300 m hoch gehoben, für eine einzige Kilowattstunde. Das zeigt, warum Pumpspeicher riesige Becken und große Höhenunterschiede brauchen.
Die Säulen rechts vergleichen, wie viel elektrische Energie beim Hochpumpen hineingesteckt werden muss und wie viel Lageenergie tatsächlich im See steckt — das Readout rechnet in Joule, Kilowattstunden und Haushalten.
Halte fest: Der See speichert E = m · g · h — doppelt so viel Wasser oder doppelte Höhe bedeuten doppelt so viel Energie. Wegen der Verluste muss beim Hochpumpen immer mehr hinein, als später herauskommt: Eein = Egespeichert : 0,75.
25 % Verlust heißt: Nur 75 % kommen oben an. Du teilst die gespeicherte Energie durch 0,75 — nicht mit 1,25 multiplizieren.
1 kWh = 3 600 000 J. Von Joule in kWh teilst du durch 3 600 000, zurück multiplizierst du damit.
Rechne zuerst 2 000 000 · 300 = 600 000 000 und multipliziere dann mit 9,81. Und merke dir: 1 m³ Wasser wiegt 1000 kg.