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Wechselspannung sichtbar

Aus vier Kästchen auf dem Oszilloskop-Schirm lassen sich Netzfrequenz und Scheitelwert ablesen.

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Erklärung — das Oszilloskop schreibt Spannung über Zeit

Das Oszilloskop zeichnet die Spannung fortlaufend über der Zeit auf.

  • Waagerechtläuft die Zeit.
  • Senkrechtsteht die Spannung.
  • Zeitablenkungsagt, wie viele Millisekunden ein Kästchen breit ist.
  • Y-Ablenkungsagt, wie viele Volt ein Kästchen hoch ist.

Vom Schirmbild zu Frequenz und Scheitelwert

Zwei Mal Kästchen zählen genügt.

  • BreiteKästchen einer ganzen Schwingung × Zeitablenkung = Periodendauer T.
  • HöheKästchen vom Nullstrich bis zum Berg × Y-Ablenkung = Scheitelwert Û.
  • Danachf = 1/T ausrechnen.
Frequenz aus T, Scheitelwert aus dem Effektivwert
f = 1T   und   Û = Ueff · √2
T

Periodendauer in Sekunden (s).

f

Frequenz in Hertz (1 Hz = 1/s).

Û

Scheitelwert in Volt (V).

Ueff

Effektivwert in Volt (V).

Die Steckdose als Beispiel:

  • GegebenUeff = 230 V und f = 50 Hz.
  • PeriodendauerT = 1/50 Hz = 0,020 s = 20 ms.
  • ScheitelwertÛ = 230 V · √2 ≈ 325 V.

Links oben die Messspannung an den y-Platten, links unten die Sägezahnspannung an den x-Platten. Rechts entsteht daraus Punkt für Punkt das Schirmbild — mit Sägezahn stimmt es mit dem oberen Diagramm überein, ohne ihn bleibt nur ein senkrechter Strich.

Vom Signal zum Schirmbild

Halte fest: Die Sägezahnspannung an den x-Platten zieht den Leuchtfleck gleichmäßig von links nach rechts und macht die waagerechte Schirmachse zur Zeitachse — erst dadurch wird aus dem auf und ab pendelnden Fleck das Spannungs-Zeit-Diagramm. Ohne Sägezahn bleibt nur ein senkrechter Strich.

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Hinweise

Drei Kleinigkeiten entscheiden beim Ablesen über das Ergebnis.

Hinweis

Für T eine ganze Periode auszählen, nicht nur einen Berg.

Hinweis

T vor f = 1/T in Sekunden umrechnen: 20 ms = 0,020 s.

Hinweis

Û geht vom Nullstrich bis zum Berg — Berg bis Tal ist doppelt so viel.

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