Erklärung — Bewegung ohne resultierende Kraft
Ohne Kraft ändert sich die Bewegung eines Körpers nicht.
- Kräfte im Gleichgewicht:Heben sich alle Kräfte auf, bleibt der Körper in Ruhe oder geradlinig gleichförmig unterwegs.
- Von allein:Er wird weder schneller noch langsamer.
- Merksatz:Eine Bewegung braucht keine Kraft, um weiterzugehen, nur um sich zu ändern.
Ein Bus bremst ab: Ohne Haltegriff fliegt der Fahrgast nach vorn, mit Haltegriff bremst ihn die Kraft der Stange mit ab. Kraftpfeile zeigen, wo eine Kraft wirkt — und wo bewusst kein Pfeil steht.
Bei einer Bremsverzögerung von 0 fahren Bus und Fahrgast unverändert weiter, es passiert nichts. Das ist keine Panne des Applets, sondern genau die Aussage des Trägheitsprinzips.
Resultierende Kraft, alle Kräfte auf den Körper zusammengefasst.
Geschwindigkeit des Körpers, nach Betrag und Richtung.
Das Trägheitsprinzip ist ein Sonderfall des Aktionsprinzips.
- Sonderfall:Bei Fres = 0 N ist auch a = 0, die Geschwindigkeit ändert sich nicht.
- Im Bus gespürt:Dein Körper hält an seiner Ruhe fest, während der Sitz schon losfährt.
- Gefühl:Das fühlt sich an wie ein Druck nach hinten.
Hinweise
Drei Griffe helfen dir, das Trägheitsprinzip im Alltag sicher wiederzuerkennen.
Frag zuerst: Ändert sich etwas an der Bewegung? Bleiben Tempo und Richtung gleich, ist Fres = 0 N — auch bei hohem Tempo.
Schreibe die resultierende Kraft als Fres, immer mit Einheit. Achtung: Eine Kurve bei gleichem Tempo ist trotzdem eine Bewegungsänderung, denn die Richtung wechselt.
Steht Fres = 0 N fest, bleibt die Geschwindigkeit einfach, wie sie war. Für den Weg genügt s = v · t — das spart Zeilen.
