Erklärung — längere Bremszeit, kleinere Kraft
Beim Zusammenstoß stoppt das Auto — die Insassen zunächst nicht.
- Trägheit:Insassen bewegen sich mit der alten Geschwindigkeit weiter, bis sie selbst abgebremst werden.
- Sicherheitseinrichtungen:Gurt, Airbag, Knautschzone, Kopfstütze und Fahrradhelm verlängern Zeit und Weg bis zum Stillstand.
- Wirkung:Wegen F = m · a wird dabei die Verzögerung kleiner und damit auch die Kraft auf den Körper.
Reaktionsweg und Bremsweg im Vergleich
Der Anhalteweg setzt sich aus Reaktionsweg und Bremsweg zusammen; bei 50 km/h und 100 km/h wächst er sehr unterschiedlich. Ein Hindernis auf der Straße zeigt, wie viel Abstand jeweils bleibt.
Halte fest: Der Reaktionsweg wächst wie das Tempo, der Bremsweg im Quadrat. Oberhalb von 30 km/h bestimmt deshalb der Bremsweg den Anhalteweg.
Anhalteweg in Metern (m), die ganze Strecke bis zum Stillstand.
Reaktionsweg in Metern (m), solange der Fahrer noch reagiert.
Bremsweg in Metern (m), auf dem die Haftreibung der Reifen bremst.
Schon vor dem Aufprall entscheidet der Anhalteweg.
- Reaktionsweg:Wächst proportional zur Geschwindigkeit.
- Bremsweg:Wächst quadratisch — doppelte Geschwindigkeit bedeutet vierfachen Bremsweg.
- Nässe/Eis:Kleinere Haftreibung der Reifen macht den Bremsweg zusätzlich länger.
Hinweise
Drei Griffe helfen dir, Sicherheit im Straßenverkehr physikalisch zu begründen.
Frage immer: Was wird hier verlängert — Zeit oder Weg? Ein Airbag macht den Aufprall nicht weicher, weil er weich ist, sondern weil er ihn in die Länge zieht.
Rechne die Geschwindigkeit zuerst in m/s um: durch 3,6 teilen, 54 km/h sind 15 m/s. Die Verzögerung folgt aus Geschwindigkeitsänderung geteilt durch Bremszeit.
Nutze die Faustformel: Geschwindigkeit in km/h durch 10, mal 3 ergibt den Reaktionsweg, zum Quadrat den Bremsweg — bei 50 km/h macht das 15 m plus 25 m.
