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Einheit der Kraft

Zwei Sachaufgaben, in denen die Einheit Newton in ihre Bestandteile zerlegt und in Kilonewton umgerechnet wird.

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Kiste im Möbellager

AFB I–II

In einem Möbellager wird eine Kiste mit der Masse 25 kg auf Rollen über einen glatten Boden geschoben. Ein Mitarbeiter beschleunigt sie dabei gleichmäßig mit 0,80 m/s². Am Griff der Kiste klebt ein Aufkleber mit der Angabe „maximale Zugkraft 0,50 kN“.

  1. Geben Sie an, aus welchen Grundeinheiten die Einheit Newton zusammengesetzt ist.
  2. Berechnen Sie die Kraft, mit der die Kiste beschleunigt wird, und geben Sie das Ergebnis zusätzlich in Kilonewton an.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Schauen Sie sich an, welche Einheiten in F = m · a auf der rechten Seite stehen, und multiplizieren Sie diese Einheiten miteinander.Angeben verlangt nur die Aufzählung — hier also die Einheiten selbst, ohne Erklärung.
Hinweis zu Aufgabe b)
Setzen Sie in F = m · a nicht nur die Zahlen, sondern auch die Einheiten ein. Für den zweiten Teil hilft: der Vorsatz kilo bedeutet immer den Faktor 1000.

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Aus \(F = m \cdot a\) folgt für die Einheiten: \(1\,\mathrm{N} = 1\,\mathrm{kg} \cdot 1\,\frac{\mathrm{m}}{\mathrm{s}^{2}} = 1\,\frac{\mathrm{kg} \cdot \mathrm{m}}{\mathrm{s}^{2}}\). Newton ist also aus den Grundeinheiten Kilogramm (kg), Meter (m) und Sekunde (s) zusammengesetzt und selbst keine Grundeinheit.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Ansatz: \(F = m \cdot a\). Rechnung: \(F = 25\,\mathrm{kg} \cdot 0{,}80\,\frac{\mathrm{m}}{\mathrm{s}^{2}} = 20\,\frac{\mathrm{kg} \cdot \mathrm{m}}{\mathrm{s}^{2}} = 20\,\mathrm{N}\). Umrechnung: \(20\,\mathrm{N} = 0{,}020\,\mathrm{kN}\). Antwortsatz: Die Kiste wird mit einer Kraft von 20 N, also 0,020 kN, beschleunigt. Die auf dem Aufkleber genannte Zugkraft wird dabei deutlich unterschritten.

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Datenblatt eines Elektro-Lastenrads

AFB II–III

Ein Hersteller wirbt für ein Elektro-Lastenrad mit diesen Angaben: Leermasse 35 kg, zulässige Zuladung 100 kg, Rahmenhöhe 62 cm, Reifendruck 3,5 bar, maximale Anschubkraft des Motors 0,25 kN. Damit soll das voll beladene Rad eine Beschleunigung von 1,5 m/s² erreichen. Im Prospekt steht außerdem der Satz: „Die Anschubkraft von 0,25 kN entspricht 0,25 kg — das schiebt sich fast von selbst.“

  1. Leiten Sie aus F = m · a her, welche Einheit die Kraft hat, und begründen Sie damit, dass Newton keine Grundeinheit ist.
  2. Bestätigen Sie durch eine eigene Rechnung, dass die Anschubkraft des Motors ausreicht, um das voll beladene Lastenrad mit 1,5 m/s² zu beschleunigen.
  3. Nehmen Sie Stellung zu dem Satz aus dem Prospekt: „Die Anschubkraft von 0,25 kN entspricht 0,25 kg — das schiebt sich fast von selbst.“

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Schreiben Sie F = m · a auf und setzen Sie darunter nur die Einheiten der rechten Seite ein. Überlegen Sie dann, welche der SI-Grundeinheiten darin vorkommen und welche nicht.
Hinweis zu Aufgabe b)
Die gesuchte Masse ist nicht die Leermasse allein. Rechnen Sie zunächst in Newton und vergleichen Sie erst am Ende mit der Angabe des Herstellers. Zwei der Angaben im Datenblatt brauchen Sie überhaupt nicht.
Hinweis zu Aufgabe c)
Prüfen Sie den Satz an drei Kriterien: (1) Sind Kraft und Masse dieselbe physikalische Größe? (2) Stimmt die Umrechnung des Vorsatzes kilo? (3) Welchen Eindruck von der Motorkraft erzeugt die Zahl beim Leser? Ein vollständiges Urteil geht auf alle drei Punkte ein.

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Ansatz: \(F = m \cdot a\), für die Einheiten also \(1\,\mathrm{N} = 1\,\mathrm{kg} \cdot 1\,\frac{\mathrm{m}}{\mathrm{s}^{2}} = 1\,\frac{\mathrm{kg} \cdot \mathrm{m}}{\mathrm{s}^{2}}\). Darin treten nur die Grundeinheiten Kilogramm, Meter und Sekunde auf. Newton ist damit eine abgeleitete Einheit: Sie muss nicht neu festgelegt werden, sondern folgt aus F = m · a. Der Name ehrt den Physiker Isaac Newton.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Ansatz: \(F = m \cdot a\) mit der Gesamtmasse \(m = 35\,\mathrm{kg} + 100\,\mathrm{kg} = 135\,\mathrm{kg}\). Rechnung: \(F = 135\,\mathrm{kg} \cdot 1{,}5\,\frac{\mathrm{m}}{\mathrm{s}^{2}} = 202{,}5\,\frac{\mathrm{kg} \cdot \mathrm{m}}{\mathrm{s}^{2}} = 202{,}5\,\mathrm{N}\). Vergleich: \(0{,}25\,\mathrm{kN} = 250\,\mathrm{N}\) und \(250\,\mathrm{N} > 202{,}5\,\mathrm{N}\). Antwortsatz: Die Anschubkraft von 250 N reicht aus, es bleiben rund 48 N Reserve. Rahmenhöhe und Reifendruck werden für die Rechnung nicht gebraucht.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Der Satz ist in zwei Punkten zu beanstanden. Erstens sind Kraft und Masse verschiedene physikalische Größen: Newton misst eine Kraft, Kilogramm eine Masse. Wegen 1 N = 1 kg·m/s² steckt Kilogramm zwar in Newton, aber nur zusammen mit Meter und Sekunde — die beiden Einheiten dürfen deshalb nicht gleichgesetzt werden. Zweitens ist auch die Zahl irreführend: 0,25 kN sind 250 N, im Prospekt werden daraus 0,25 kg und damit eine winzig klingende Angabe. Als vollständige Antwort gilt: die Verwechslung der Größen benennen, die Umrechnung 0,25 kN = 250 N richtigstellen und bewerten, dass die Formulierung den Motor schwächer erscheinen lässt, als er ist. Ein bloßes „falsch“ ohne die Unterscheidung von Kraft und Masse genügt nicht.