Bollerwagen auf dem Schulhof
AFB I–IIFür das Sommerfest steht auf dem Schulhof ein leerer Bollerwagen mit einer Masse von 9,0 kg. Jonas legt drei Getränkekisten mit je 13,5 kg und einen Sonnenschirm mit 4,5 kg hinein. Danach fällt es ihm deutlich schwerer, den Wagen anzuschieben und vor der Treppe wieder anzuhalten. Außerdem muss er sich beim Hineinheben der Kisten stark anstrengen.
- Nennen Sie die beiden Seiten der Masse, die sich am beladenen Bollerwagen bemerkbar machen.
- Bestimmen Sie die Masse des vollständig beladenen Bollerwagens.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Träge Masse: Je größer die Masse, desto schwerer lässt sich der Wagen in Bewegung setzen, abbremsen oder umlenken — deshalb ist das Anschieben und Anhalten so mühsam. Schwere Masse: Je größer die Masse, desto stärker wird der Körper von der Erde angezogen — deshalb ist das Hineinheben der Kisten so anstrengend. Antwortsatz: Am beladenen Bollerwagen zeigen sich die träge Masse und die schwere Masse.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Ansatz: Massen sind additiv, also \( m_{\text{ges}} = m_{\text{Wagen}} + 3 \cdot m_{\text{Kiste}} + m_{\text{Schirm}} \). Rechnung: \( m_{\text{ges}} = 9{,}0\ \text{kg} + 3 \cdot 13{,}5\ \text{kg} + 4{,}5\ \text{kg} \); Zwischenschritt: \( 3 \cdot 13{,}5\ \text{kg} = 40{,}5\ \text{kg} \); damit \( m_{\text{ges}} = 9{,}0\ \text{kg} + 40{,}5\ \text{kg} + 4{,}5\ \text{kg} = 54{,}0\ \text{kg} \). Antwortsatz: Der vollständig beladene Bollerwagen hat eine Masse von 54,0 kg.
Zwei Transportwagen im Baumarkt
AFB II–IIIIm Baumarkt stehen zwei gleich gebaute Transportwagen. Wagen A ist leer und hat eine Masse von 12 kg. Auf Wagen B liegen sechs Zementsäcke mit je 25 kg; der Wagen selbst ist ebenfalls 12 kg schwer. Beide Wagen haben Räder mit einem Durchmesser von 20 cm, der Gang zwischen den Regalen ist 30 m lang und die Halle ist 6,0 m hoch. Ein Mitarbeiter gibt beiden Wagen aus dem Stand denselben kurzen Stoß und lässt sie dann los. Eine Kundin sagt dazu: „Wagen B ist nur deshalb schwerer anzuschieben, weil er stärker auf den Boden drückt.“
- Vergleichen Sie, wie sich die beiden Wagen nach dem gleichen Stoß bewegen und wie leicht sie wieder anzuhalten sind.
- Ermitteln Sie die Masse des beladenen Wagens B.
- Beurteilen Sie die Aussage der Kundin.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Gemeinsam: Beide Wagen sind gleich gebaut und erhalten denselben Stoß. Unterschiedlich: nur die Masse. Wagen A hat die kleinere Masse, wird durch den Stoß deutlich schneller und rollt zügig los; Wagen B kommt nur langsam in Fahrt. Ebenso lässt sich Wagen A mit der Hand leicht wieder anhalten, Wagen B nur mit großer Anstrengung. Antwortsatz: Bei gleichem Stoß reagiert der massereichere Wagen B träger als Wagen A — beim Anfahren wie beim Anhalten.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Ansatz: Massen sind additiv, also \( m_B = m_{\text{Wagen}} + 6 \cdot m_{\text{Sack}} \). Rechnung: \( 6 \cdot 25\ \text{kg} = 150\ \text{kg} \); damit \( m_B = 12\ \text{kg} + 150\ \text{kg} = 162\ \text{kg} \). Nicht gebraucht werden der Raddurchmesser (20 cm), die Länge des Gangs (30 m) und die Höhe der Halle (6,0 m). Antwortsatz: Der beladene Wagen B hat eine Masse von 162 kg.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Die Aussage ist nicht haltbar, weil sie nur die halbe Wahrheit nennt. Das stärkere Drücken auf den Boden gehört zur schweren Masse: Je größer die Masse, desto stärker zieht die Erde den Wagen an. Dass Wagen B nach dem Stoß nur langsam in Fahrt kommt und schlecht wieder anzuhalten ist, liegt dagegen an der trägen Masse: Je größer die Masse, desto stärker widersetzt sich der Körper jeder Änderung seiner Bewegung. Die Kundin verwechselt also die beiden Seiten der Masse. Beleg aus dem Text: Beide Wagen sind gleich gebaut und erhalten denselben Stoß, nur die Masse ist verschieden (12 kg gegenüber 162 kg) — und genau deshalb verhalten sie sich unterschiedlich. Als vollständig gilt eine Antwort, die beide Seiten der Masse benennt, sie der jeweiligen Beobachtung zuordnet, ein klares Urteil formuliert und es mit einer Angabe aus dem Text stützt.
