Erklärung — wann ein Stromkreis geschlossen ist
Ein elektrisches Gerät arbeitet nur, wenn der Weg für die Ladungen geschlossen ist.
- Der Kreis:Von einem Pol der Quelle durch die Leitungen und den Verbraucher zurück zum anderen Pol.
- Eine Lücke genügt:Offener Schalter, herausgenommene Batterie oder abgerissener Draht — im ganzen Kreis bewegt sich nichts mehr.
- Ladung bleibt:Sie wird nicht verbraucht, sondern läuft im Kreis herum.
- Energie wird umgewandelt:Die Quelle liefert sie, die Lampe gibt sie als Licht und Wärme wieder ab.
Wann leuchtet die Lampe?
Ein Stromkreis mit Batterie, Schalter und Lampe – real und als Schaltskizze. Finde heraus, unter welchen Bedingungen die Lampe leuchtet.
Halte fest: Die Lampe leuchtet nur, wenn der Stromkreis geschlossen ist – eine Quelle vorhanden ist und der Weg von einem Pol über die Lampe zum anderen Pol nirgends unterbrochen ist.
Pluspol → Verbraucher → Minuspol. Diese Richtung wird in jedem Schaltplan als Pfeil eingezeichnet.
Minuspol → Verbraucher → Pluspol. So wandern die Elektronen wirklich — also genau entgegengesetzt.
Das Bild vom „Weg“ hat allerdings eine Grenze.
- Kein Start an der Batterie:Die Elektronen reisen nicht erst von der Quelle bis zur Lampe.
- Schon überall da:Sie stecken bereits in der ganzen Leitung.
- Fast gleichzeitig:Beim Schließen des Schalters setzen sie sich im ganzen Kreis in Bewegung. Deshalb leuchtet die Lampe sofort, obwohl ein einzelnes Elektron sehr langsam vorankommt.
Hinweise
Drei Stellen, an denen es beim Stromkreis erfahrungsgemäß klemmt:
Fahre den Kreis mit dem Finger ab: von Pol zu Pol. Bleibst du irgendwo hängen, ist der Kreis offen und nichts leuchtet.
Geschlossener Schalter heißt: Strom fließt. Im Schaltbild ist er der durchgezogene Strich — anders als bei einer Tür.
Zeichne den Richtungspfeil gleich mit ein: technische Stromrichtung vom Pluspol zum Minuspol, Elektronen andersherum.
