Erklärung — wie Reiben zwei neutrale Körper lädt
Beim Reiben berühren sich zwei Stoffe an sehr vielen Stellen sehr eng. Dabei wechseln Elektronen den Körper.
- Nur Elektronen wandern:Die Protonen bleiben in ihren Atomkernen sitzen.
- Richtung:Elektronen gehen zu dem Stoff, der sie stärker festhält.
- Negativ geladen:Der Körper mit den zusätzlichen Elektronen.
- Positiv geladen:Dem anderen Körper fehlen genau diese Elektronen — er hat einen Elektronenmangel.
- Beim Reiben entstehen immer zwei entgegengesetzt geladene Körper, nie nur einer.
Ballon und Wolltuch
Beim Reiben des Ballons am Wolltuch wechseln Elektronen den Körper – sichtbar wird, welche das sind und wie sich Ballon und Tuch danach anziehen.
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Hinweis: Vereinfachtes Teilchenmodell – nur wenige Ladungen sind stellvertretend gezeichnet; die Bewegung läuft stark verlangsamt.
Halte fest: Beim Reiben wechseln nur Elektronen den Körper. Der Körper, der Elektronen aufnimmt, wird negativ, der andere positiv – die Gesamtladung bleibt null.
Ladung des Ballons in Coulomb (C).
Ladung des Wolltuchs in Coulomb (C).
Merksatz: Beim Reiben wird Ladung nur verschoben, nie erzeugt.
Welcher Körper positiv wird, hängt vom Stoffpaar ab.
- Beispiele:Glas gibt an Seide Elektronen ab, Kunststoff nimmt von Wolle welche auf.
- Beide nennen:„Glas wird positiv“ stimmt nur, wenn du den Reibungspartner dazusagst.
- Feuchte Luft stört:Die Ladung fließt über den dünnen Wasserfilm auf der Oberfläche gleich wieder ab.
Hinweise
Drei Stellen, an denen es beim Reiben in der Arbeit oft klemmt:
Bewegen können sich nur die Elektronen. Beschreibe jeden Reibungsversuch darüber — die Atomkerne bleiben an ihrem Platz.
Häufiger Fehler: Positiv geladen heißt Elektronenmangel, nicht „etwas Positives dazubekommen“. So auch in die Arbeit schreiben.
Zähl zum Schluss gegen: Was der eine gewinnt, verliert der andere. Die Ladungen müssen gleich groß und entgegengesetzt sein.
