Schulweg mit dem Fahrrad
AFB I–IILena fährt mit dem Rad zur Schule. Ihr Fahrradcomputer speichert die Fahrt als t-s-Diagramm und notiert dabei die Punkte (0 s | 0 m), (100 s | 200 m), (200 s | 300 m) und (300 s | 900 m). Zwischen diesen Punkten verläuft der Graph nicht geradlinig, sondern gekrümmt.
- Beschreiben Sie woran man in diesem t-s-Diagramm erkennt, dass Lenas Bewegung ungleichförmig ist.
- Bestimmen Sie Lenas Durchschnittsgeschwindigkeit für den gesamten Schulweg.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Ansatz: gleich lange Zeitspannen miteinander vergleichen. In den ersten 100 s legt Lena 200 m zurück, in den zweiten 100 s nur 100 m, in den dritten 100 s dagegen 600 m. Ergebnis: In gleich langen Zeiten sind die Wege verschieden lang; der Graph ist deshalb gekrümmt und seine Steigung an jeder Stelle anders. Antwortsatz: Lenas Bewegung ist ungleichförmig, weil sich ihre Geschwindigkeit während der Fahrt ändert.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Ansatz: v = s : t mit dem gesamten Weg und der gesamten Zeit. Rechnung: s = 900 m − 0 m = 900 m, t = 300 s − 0 s = 300 s, also v = 900 m : 300 s = 3 m/s. Antwortsatz: Lena fährt den Schulweg mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 3 m/s.
Stadtbus zwischen drei Haltestellen
AFB II–IIIEin Stadtbus fährt eine Strecke mit mehreren Halten. Ein Messgerät notiert im t-s-Diagramm die Punkte (0 s | 0 m), (60 s | 600 m), (120 s | 720 m) und (240 s | 2400 m). Der Fahrplan gibt für die gesamte Fahrt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 m/s an. Ein Fahrgast liest das und sagt: „Dann sind wir die ganze Zeit mit 10 m/s gefahren.“
- Untersuchen Sie die drei Abschnitte von 0 s bis 60 s, von 60 s bis 120 s und von 120 s bis 240 s daraufhin, wie schnell der Bus dort im Mittel war.
- Weisen Sie nach, dass die Angabe des Fahrplans für die gesamte Fahrt zutrifft.
- Widerlegen Sie die Aussage des Fahrgastes.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Ansatz: in jedem Abschnitt v = s : t. Rechnung: (600 m − 0 m) : 60 s = 10 m/s; (720 m − 600 m) : 60 s = 120 m : 60 s = 2 m/s; (2400 m − 720 m) : 120 s = 1680 m : 120 s = 14 m/s. Ergebnis: 10 m/s, 2 m/s und 14 m/s. Antwortsatz: Der Bus war in den drei Abschnitten im Mittel 10 m/s, 2 m/s und 14 m/s schnell; die Bewegung ist also ungleichförmig.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Ansatz: gesamter Weg geteilt durch gesamte Zeit. Rechnung: s = 2400 m − 0 m = 2400 m, t = 240 s − 0 s = 240 s, also v = 2400 m : 240 s = 10 m/s. Antwortsatz: Die Fahrplanangabe von 10 m/s stimmt, sie gilt aber nur als Durchschnitt für die gesamte Fahrt.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Die Aussage ist falsch. Gegenbeispiel: Im Abschnitt von 60 s bis 120 s legt der Bus nur 120 m in 60 s zurück, das sind 2 m/s und damit deutlich weniger als 10 m/s. Im Abschnitt danach sind es dagegen 14 m/s, also mehr. Damit ist gezeigt, dass der Bus nicht die ganze Zeit 10 m/s schnell war; 10 m/s ist lediglich der Mittelwert über die gesamte Fahrt. Vollständig ist die Antwort, wenn mindestens ein Abschnittswert berechnet und ausdrücklich dem Fahrplanwert gegenübergestellt wird.
