Zwei Aufgaben zu Finsternissen: eine Zeitungsmeldung deuten und Beobachtungsnotizen richtig zuordnen.
In der Zeitung steht:
„Am 12. August verdunkelt sich der Himmel: Es gibt eine totale Sonnenfinsternis. Allerdings ist sie nur in einem etwa 100 km breiten Streifen quer durch Spanien vollständig zu sehen. In ganz Deutschland ist die Sonne dagegen nur teilweise verdeckt."
Material M1 zeigt, wie Sonne, Mond und Erde dabei stehen.
Der Mond steht zwischen Sonne und Erde. Sein Kernschatten trifft die Erde nur an einer kleinen Stelle.
Sonne – Mond – Erde. Der Mond steht zwischen Sonne und Erde und schiebt sich von der Erde aus gesehen vor die Sonne. Das ist nur bei Neumond möglich.
Der Mond ist viel kleiner als die Sonne. Sein Kernschatten läuft deshalb spitz zu und ist dort, wo er die Erde trifft, nur noch rund 100–250 km breit. Nur wer genau in diesem Fleck steht, sieht die Sonne vollständig verdeckt.
Weil sich der Mond weiterbewegt und die Erde sich dreht, wandert der Fleck über die Erdoberfläche und zeichnet einen schmalen Streifen — die Totalitätszone.
Das stimmt. Rund um den kleinen Kernschattenfleck liegt ein sehr viel größerer Halbschatten, der bei dieser Finsternis über ganz Mitteleuropa reichte.
Im Halbschatten verdeckt der Mond nur einen Teil der Sonnenscheibe: Man sieht eine partielle Sonnenfinsternis — die Sonne sieht aus wie eine angebissene Scheibe. Ganz dunkel wird es dabei nicht.
Die Astronomie-AG hat zwei Finsternisse beobachtet und ihre Notizen in eine Tabelle geschrieben (Material M1) — allerdings vergessen aufzuschreiben, um welche Art von Finsternis es sich jeweils handelte.
| Ereignis A | Ereignis B | |
|---|---|---|
| Wann? | mitten in der Nacht | am Vormittag |
| Wie lange? | über eine Stunde | gut zwei Minuten |
| Wo sichtbar? | auf der ganzen Nachtseite der Erde | nur in einem schmalen Streifen |
| Was war zu sehen? | der Mond wurde kupferrot | es wurde für kurze Zeit dämmrig kalt |
Zwei Finsternisse, aufgeschrieben von einer Astronomie-AG.
Ereignis A ist eine Mondfinsternis: Sie findet nachts statt, dauert über eine Stunde und ist von der gesamten Nachtseite der Erde aus zu sehen. Der Mond leuchtet dabei kupferrot, weil das Sonnenlicht in der Erdatmosphäre umgelenkt wird.
Ereignis B ist eine Sonnenfinsternis: Sie passiert am Tag, dauert nur wenige Minuten und ist nur in einem schmalen Streifen zu sehen.
Mondfinsternis: Sonne – Erde – Mond. Die Erde wirft ihren Schatten auf den Mond. Der Erdschatten ist groß, deshalb braucht der Mond lange, um hindurchzuwandern.
Sonnenfinsternis: Sonne – Mond – Erde. Der Mond wirft seinen Schatten auf die Erde. Sein Kernschattenfleck ist klein, deshalb ist die Finsternis kurz und nur örtlich zu sehen.
Die Mondbahn ist gegenüber der Bahn der Erde um die Sonne um etwa 5° geneigt. Meistens läuft der Mond deshalb bei Neumond ein Stück über oder unter der Sonne vorbei und sein Schatten geht an der Erde vorbei; bei Vollmond zieht er entsprechend über oder unter dem Erdschatten vorbei.
Nur wenn der Mond gerade in der Nähe eines Schnittpunkts der beiden Bahnen steht, liegen alle drei Körper wirklich auf einer Linie — dann gibt es eine Finsternis. Das passiert nur wenige Male im Jahr.