Vom chinesischen Magnetstein bis zur Entdeckung Amerikas: Wie ein einfaches Gerät die Seefahrt und damit die ganze Welt verändert hat.
Lange vor GPS hat der Kompass die Welt verändert — erst er machte Navigation auf hoher See möglich.
Die Simulation zeigt die Reise von Kolumbus über den Atlantik. Die Weltkarte ist in der Equal-Earth-Projektion gezeichnet — sie zeigt die Kontinente flächentreu, Afrika also in seiner wahren Größe.
Das Schiff segelt so lange geradeaus, bis du den Kurs änderst oder es auf Land trifft.
Ein löffelförmiger Magnetstein dreht sich auf einer Bronzeplatte immer in dieselbe Richtung — genutzt bei Zeremonien, noch nicht zur Navigation.
Eine magnetisierte Nadel schwimmt auf Holz in einer Wasserschale und zeigt nach Norden — der erste Navigationskompass.
Über Handelsrouten gelangt das Wissen nach Europa. Seefahrer nutzen den Kompass nun im Mittelmeer.
Schiffe fahren nun weit weg von der Küste: Kolumbus erreicht 1492 Amerika, Vasco da Gama 1498 Indien.
Kolumbus bemerkt, dass der Kompass je nach Ort vom geografischen Norden abweicht — die erste Beobachtung der Missweisung.
William Gilbert beschreibt in „De Magnete“ die Erde als riesigen Magneten — damit ist klar, warum der Kompass funktioniert.
Der erste Kreiselkompass funktioniert auch in Eisenschiffen, wo Magnetkompasse gestört werden.
GPS übernimmt die Navigation. Der Kompass bleibt als Backup — und steckt als Sensor in jedem Smartphone.
Orientierung nur an Sonne, Sternen und Küste — bei Nebel unmöglich.
Weite Reisen über offenes Meer, Handel zwischen den Kontinenten.
GPS navigiert, der Kompass bleibt als Rückfallebene und Handysensor.
Vor dem Kompass war Navigation bei Nebel oder Sturm unmöglich — viele Schiffe gingen verloren.
Danach wurden weite Seereisen und weltweiter Handel möglich — aber auch Eroberung und Kolonialismus.
Heute steckt derselbe Effekt im Handy: ein Magnetfeldsensor statt einer Nadel.