Ein einziger Fall aus der Tabelle, technisch ausgereizt: f < g < 2f, möglichst dicht an f.
Ein Projektor braucht ein reelles, stark vergrößertes Bild — das leistet nur ein einziger Fall der Abbildungstabelle.
Abstand Vorlage – Objektiv, knapp größer als die Brennweite f.
Abstand Objektiv – Schirm; wächst stark, je näher g an f liegt.
Das Bild ist reell, umgekehrt und vergrößert — Abbildungsmaßstab B/G = b/g > 1.
Die Vorlage (das Dia) steht vor dem Objektiv, die Leinwand in wählbarem Abstand. Die beiden Strahlen zeigen, wo das reelle Bild entsteht – nur wenn die Leinwand genau dort hängt, ist das Bild scharf. Rückt die Vorlage nahe an den Brennpunkt F, läuft b immer weiter davon.
Halte fest: Scharf wird das Bild nur, wenn die Leinwand genau in der Bildweite b = g·f/(g − f) steht – je dichter die Vorlage an F rückt, desto weiter läuft b weg und desto größer wird das Bild; bei g ≤ f gibt es gar kein reelles Bild. Weil das Bild auf dem Kopf steht, legt man die Vorlage kopfüber ein.
Drei Punkte, die in Projektor-Aufgaben immer wieder geprüft werden:
Die Vorlage muss echt außerhalb von f stehen. Bei g ≤ f entsteht kein reelles Bild — der Schirm bleibt leer.
Der Kondensor gehört nicht in die Bildkonstruktion. Er sorgt nur für gleichmäßige Helligkeit, nicht für das Bild.
Größeres Bild heißt nicht heller: Dasselbe Licht verteilt sich auf mehr Fläche, das Bild wird dunkler.