Was eine gezogene Konstruktion zeigt, was fünfzehn Einzelzeichnungen nicht zeigen können.
In einer dynamischen Geometriesoftware hängt die Konstruktion an Schiebereglern — damit wird die Abhängigkeit selbst sichtbar.
Schieberegler für die Brennweite; verschiebt beide Brennpunkte gleichzeitig.
Schieberegler für die Gegenstandsweite; verschiebt die Gegenstandsspitze.
Der Bildpunkt wird nicht gezeichnet, sondern definiert — nur so bleibt er beim Ziehen richtig.
Die Abbildung entsteht Schritt für Schritt wie in einer dynamischen Geometriesoftware: Jeder Knopf erzeugt ein Objekt, und jedes Objekt braucht seine Voraussetzungen. Am Ende steht fest, wie der Bildpunkt B′ entsteht — frei gesetzt (7a) oder als Schnittpunkt definiert (7b); nur eine der beiden Konstruktionen bleibt bei Änderungen von G und F richtig.
Halte fest: Ein frei gesetzter Bildpunkt bleibt liegen, wenn du an G oder F ziehst — die Strahlen laufen ihm davon. Nur ein als Schnittpunkt definierter Bildpunkt wandert richtig mit, und bei g = f verschwindet er, weil die Strahlen parallel werden.
Drei Punkte, die über eine brauchbare Konstruktion entscheiden:
Modellgrenze: vorausgesetzt sind eine dünne Linse und achsennahe Strahlen. Reale Linsen zeigen Abbildungsfehler, die das Modell bewusst ausblendet.
Den Bildpunkt nie frei mit der Maus setzen — nur ein echter Schnittpunkt wandert beim Ziehen korrekt mit.
Bei g = f zeigt die Software gar nichts statt einer Fehlermeldung. Das ist kein Bedienfehler, sondern das physikalisch richtige Ergebnis.