Aus zwei Paaren ähnlicher Dreiecke folgt die Gleichung, die g, b und f zugleich verbindet.
Zwei Strahlen liefern je ein Paar ähnlicher Dreiecke — daraus folgt eine Gleichung, die g, b und f zugleich verbindet.
Gegenstandsweite: Abstand Linsenmitte – Gegenstand (cm oder m).
Bildweite: Abstand Linsenmitte – Bild, in derselben Einheit wie g.
Brennweite der Linse — fest vorgegeben, unabhängig vom Aufbau.
Sind zwei der drei Größen bekannt, ist die dritte bestimmt.
Nach der Bildweite aufgelöst liest man die drei Fälle aus 5.1.3 direkt am Nenner ab.
Der Nenner entscheidet über den Bildtyp: positiv, null oder negativ.
Reelles Bild hinter der Linse; je kleiner der Nenner, desto größer b.
Virtuelles Bild, auf derselben Seite wie der Gegenstand.
Eine Kerze steht vor einer Sammellinse — Brennweite und Gegenstandsweite sind gegeben. Die Bildweite ergibt sich aus der Linsengleichung; erst „Prüfen“ zeigt, ob der Schirm an der berechneten Stelle ein scharfes Bild auffängt. Liegt hinter der Linse kein reelles Bild vor, lautet die Antwort „Kein reelles Bild“.
Halte fest: Der Schirm zeigt nur dann ein scharfes Bild, wenn er genau bei b = g·f/(g − f) steht — davor oder dahinter treffen die Strahlen (Parallelstrahl blau, Mittelpunktstrahl orange, Brennpunktstrahl grün) noch nicht oder nicht mehr in einem Punkt zusammen. Für g ≤ f gibt es hinter der Linse kein Bild, das ein Schirm auffangen könnte.
Drei Stellen, an denen es beim Rechnen mit der Linsengleichung regelmäßig schiefgeht:
1/f = 1/g + 1/b darf nicht zu f = g + b vereinfacht werden. Erst die Kehrwerte addieren, dann am Ende den Kehrwert bilden.
Gleiche Einheit für g, b und f — entweder alles in cm oder alles in m. Nur für die Brechkraft D = 1/f muss f in Metern stehen.
Ein negatives b ist ein Ergebnis, kein Fehler: Es meldet ein virtuelles Bild vor der Linse. Der Betrag ist der Abstand zur Linsenmitte.