Warum aus einem divergenten Strahlenbündel wieder ein einziger Punkt wird — und wann man das Bild auffangen kann.
Die Linse sammelt das Licht jedes Gegenstandspunkts wieder in genau einem Punkt.
Jeder Bildpunkt entsteht aus einem ganzen Strahlenbündel über die volle Linsenfläche.
Die Strahlen schneiden sich wirklich — Bild auf dem Schirm auffangbar und umgekehrt.
Die Linsenfläche bestimmt die Helligkeit des Bildes, nicht seine Form.
Die halbe Linse zeigt, dass jeder einzelne Bildpunkt von der ganzen Linsenfläche lebt.
Eine Kerze, eine Sammellinse (f = 3 cm), ein Schirm. Drei Fragen dazu, was der Schirm zeigt, wenn die Linse teilweise abgedeckt wird oder der Schirm rückt. Danach lässt sich frei erkunden, von welchem Kerzenpunkt das Lichtbündel gezeichnet wird und welcher Teil der Linse abgedeckt ist.
Halte fest: Jeder Bildpunkt wird von einem ganzen Bündel über die freie Linsenfläche erzeugt. Deckt man einen Teil ab, fehlt kein Bildteil, sondern Licht — und steht der Schirm nicht in der Bildweite, wird aus jedem Bildpunkt ein Fleck, dessen Größe mit der freien Linsenfläche wächst.
Drei Stellen, an denen es bei der Bildentstehung regelmäßig hakt:
Die Linsenfläche steuert die Helligkeit, nicht den Bildausschnitt — eine halbe Linse zeigt kein halbes Bild.
Ein reelles Bild steht umgekehrt: auf dem Kopf und seitenverkehrt.
Ein unscharfes Bild ist kein Fehler der Linse, sondern ein falscher Schirmabstand.