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Strahlenkrankheit & -schäden

Was hohe Strahlendosen im Körper anrichten – und welche Zahlen dabei wichtig sind.

4 Radioaktivität in Forschung, Medizin und Alltag

Das Wichtigste auf einen Blick

Was hohe Strahlendosen im Körper anrichten.

  • Ursache:Hohe Dosis ionisierender Strahlung in kurzer Zeit auf den ganzen Körper.
  • Einheiten:Energiedosis in Gray (Gy, J/kg), Äquivalent- und effektive Dosis in Sievert (Sv).
  • Belastung:In Deutschland natürlich ca. 2,1 mSv pro Jahr, mit Medizin ca. 4 mSv.
  • Deterministische Schäden:Erst ab einer Schwellendosis, Schwere steigt mit der Dosis: Strahlenkrankheit, Hautverbrennung, Haarausfall, Linsentrübung.
  • Stochastische Schäden:Keine Schwelle, nur die Wahrscheinlichkeit steigt: Krebs, Erbgutschäden, oft erst Jahre später.
  • Akute Stufen:Ab ca. 0,5–1 Gy Übelkeit und Blutbildveränderung, 2–6 Gy Knochenmark-Syndrom, 6–10 Gy Darm-Syndrom, über 10–20 Gy Nervensystem und Tod in Stunden bis Tagen.
  • LD₅₀/₃₀:Ohne Behandlung ca. 4–5 Gy; die Hälfte stirbt innerhalb von 30 Tagen.
  • Verlauf:Prodromalphase (Stunden) → Latenzphase mit scheinbarer Erholung → Manifestation → Erholung oder Tod.
  • Betroffene Zellen:Schnell teilende zuerst: Knochenmark, Darmschleimhaut, Haut, Keimzellen; Embryonen besonders empfindlich.
  • Grenzwerte:Beruflich 20 mSv pro Jahr, Bevölkerung zusätzlich 1 mSv pro Jahr.
  • 4-A-Regel:Abstand, Abschirmung, Aufenthaltsdauer kurz, Aktivität gering.
  • Beispiele:28 Tote durch akute Strahlenkrankheit nach Tschernobyl 1986; Kritikalitätsunfall Tokaimura (Japan) 1999 mit ca. 17 Sv.

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