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Historische Röntgenaufnahme der Hand von Anna Bertha Röntgen mit sichtbaren Fingerknochen und Ring, 1895

Röntgen

Die erste Strahlung, mit der man in den Körper hineinsehen konnte – und bis heute die wichtigste in der Medizin.

2 Radioaktivität in Forschung, Medizin und Alltag

Das Wichtigste auf einen Blick

Wie Röntgenstrahlung entsteht, wirkt und in der Medizin genutzt wird.

  • Entdeckung:Wilhelm Conrad Röntgen findet am 8. November 1895 in Würzburg die „X-Strahlen“.
  • Erste Aufnahme:Die Hand seiner Frau Anna Bertha am 22. Dezember 1895.
  • Nobelpreis:1901 der erste Nobelpreis für Physik überhaupt; Röntgen verzichtet auf ein Patent.
  • Entstehung:Elektronen werden mit 20–150 kV beschleunigt und in der Wolfram-Anode abgebremst.
  • Strahlungsarten:In der Röntgenröhre entstehen Bremsstrahlung und charakteristische Strahlung.
  • Natur:Elektromagnetische Strahlung (ca. 10 pm – 10 nm), ionisierend, aber nicht radioaktiv – nur bei eingeschalteter Röhre.
  • Bildkontrast:Schwächung hängt von Dichte und Ordnungszahl ab; Knochen erscheinen hell, Weichgewebe dunkel.
  • Kontrastmittel:Iod und Barium für Gefäße und Darm.
  • Anwendungen:Röntgenbild, Computertomographie (1972, Hounsfield und Cormack, Nobelpreis 1979), Mammographie.
  • Technik und Forschung:Gepäckkontrolle, Materialprüfung, Kristallstrukturanalyse (DNA-Struktur 1953).
  • Dosen:Zahnaufnahme ca. 0,01 mSv, Lunge ca. 0,02–0,1 mSv, CT des Bauchraums ca. 10 mSv.
  • Schutz und Opfer:Bleischürze, Abstand, „rechtfertigende Indikation“, Röntgenpass; frühe Ärzte und Techniker erlitten Strahlenschäden (Ehrenmal Hamburg, 1936).

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