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Rauchmelder & Tritium-Ziffern

Radioaktivität im Alltag: winzige Strahlenquellen in Rauchmeldern, Uhren und Notausgangsschildern.

7 Radioaktivität in Forschung, Medizin und Alltag

Das Wichtigste auf einen Blick

Zwei Alltagsgeräte nutzen schwache radioaktive Strahler.

  • Ionisationsrauchmelder:Enthält Americium-241, Alphastrahler, Halbwertszeit 432 a, Aktivität ca. 30–40 kBq.
  • Prinzip:Alphastrahlung ionisiert die Luft in einer Messkammer, ein kleiner Strom fließt.
  • Alarm:Rauchpartikel binden die Ionen, der Strom sinkt, der Melder schlägt an.
  • Heute:Sehr empfindlich, in Deutschland wegen des Entsorgungsproblems weitgehend verschwunden; heute optische Rauchmelder mit Streulichtprinzip.
  • Sicherheit:Das Gehäuse schirmt die Alphastrahlung vollständig ab; Gefahr nur beim Zerlegen oder Einatmen.
  • Tritium:Wasserstoffisotop ³H mit zwei Neutronen, sehr energiearmer Betastrahler (max. 18,6 keV), Halbwertszeit 12,3 Jahre.
  • Leuchtziffern:Tritiumgas in Glasröhrchen mit Leuchtstoff Zinksulfid; Betateilchen regen den Leuchtstoff an (Radiolumineszenz).
  • Vorteil:Kein Strom, keine Batterie, kein Aufladen nötig.
  • Anwendung:Uhren, Notausgangsschilder, Zielvisiere, Kompasse; die Helligkeit halbiert sich alle 12,3 Jahre.
  • Risiko:Betastrahlung dringt weder durch Glas noch durch Haut; Gefahr nur bei zerbrochenen Röhrchen durch Einatmen oder Hautkontakt.
  • Vorgänger:Radium-Leuchtfarbe bis ca. 1960 (siehe Radium Girls), dann Promethium-147, heute Tritium.
  • Weitere Quellen:Kalium-40 in Bananen und Diätsalz, Uranglas, alte Glühstrümpfe mit Thorium, Keramikglasuren.

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