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Nuklearmedizin

Radioaktive Stoffe im Körper – zum Sichtbarmachen von Organen und zum gezielten Zerstören von Tumoren.

Ganzkörperaufnahme der Nuklearmedizin: CT, PET und kombinierte PET/CT im Vergleich
3 Radioaktivität in Forschung, Medizin und Alltag

Das Wichtigste auf einen Blick

Radioaktive Nuklide zur Diagnose und Therapie im Körper.

  • Grundidee:Ein radioaktives Arzneimittel (Radiopharmakon) wird gespritzt oder geschluckt, reichert sich in einem Organ an und wird von außen gemessen.
  • Tracer-Prinzip:Von George de Hevesy 1913 entwickelt, Nobelpreis für Chemie 1943.
  • Technetium-99m:Wichtigstes Diagnose-Nuklid, reiner Gammastrahler, Halbwertszeit 6 h, aus dem Molybdän-99-Generator.
  • Anteil:Ca. 80 % aller Untersuchungen – Szintigraphie, Gammakamera, SPECT.
  • Iod-131:Halbwertszeit 8 d, Beta- und Gammastrahler; Radioiodtherapie der Schilddrüse. Iod-123 dient nur zur Diagnose.
  • PET:Positronen-Emissions-Tomographie mit Fluor-18 (Halbwertszeit 110 min) in Traubenzucker (FDG) → Tumore, Herz, Gehirn.
  • PET-Physik:Positron + Elektron → zwei Gammaquanten (511 keV) in entgegengesetzte Richtungen.
  • Therapie:Beta- und Alphastrahler zerstören Zellen aus nächster Nähe: I-131, Yttrium-90, Lutetium-177 (Prostata), Radium-223 (Knochenmetastasen).
  • Brachytherapie:Winzige Strahlenquellen („Seeds“) werden direkt im Tumor platziert, z. B. bei Prostatakrebs.
  • Gutes Nuklid:Kurze Halbwertszeit, passende Strahlenart (Gamma für Bilder, Alpha/Beta zum Zerstören), schnelle Ausscheidung.
  • Abgrenzung:Bestrahlung von außen (Linearbeschleuniger, früher Kobalt-60-Geräte) gehört zur Strahlentherapie, nicht zur Nuklearmedizin.
  • Dosis:Szintigraphie ca. 1–5 mSv; nach Radioiodtherapie einige Tage Isolierstation.

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