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Kernfusion: ITER & W7-X

Die zwei größten Fusionsexperimente: ein Tokamak in Südfrankreich und ein Stellarator in Greifswald.

5 Kernenergie: Gegenwart und Zukunft

Das Wichtigste auf einen Blick

Zwei Fusionsanlagen im Vergleich: Tokamak ITER und Stellarator Wendelstein 7-X.

  • ITER:Tokamak-Versuchsreaktor in Cadarache (Südfrankreich); lateinisch „der Weg“, Kosten über 20 Mrd. €.
  • Partner:EU, USA, Russland, China, Japan, Südkorea, Indien — 35 Länder; Vertrag 2006, Baubeginn 2010.
  • Ziel ITER:Q = 10 — 500 MW Fusionsleistung aus 50 MW Heizleistung über 400 s.
  • Zeitplan:Erzeugt keinen Strom; erstes Plasma ca. 2034–2035, Deuterium-Tritium-Betrieb ca. 2039 (mehrfach verschoben).
  • ITER-Technik:Plasmavolumen 840 m³, großer Plasmaradius 6,2 m, ca. 23 000 t; supraleitende Niob-Zinn-Magnete bis 11,8 T bei −269 °C.
  • Tokamak:Ringförmiges Plasma; Magnetfeld aus Spulen plus induziertem Plasmastrom, daher nur gepulster Betrieb.
  • Wendelstein 7-X:Größter Stellarator der Welt, am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald.
  • Bau W7-X:2005–2014; erstes Plasma am 10. Dezember 2015 (Helium), Wasserstoff ab Februar 2016.
  • Stellarator:50 nichtebene, computeroptimierte supraleitende Spulen; kein Plasmastrom nötig, Dauerbetrieb möglich, Bau schwierig.
  • W7-X-Daten:Plasmavolumen 30 m³, Magnetfeld 3 T, Kosten ca. 1 Mrd. €; 2023 Plasma über 8 Minuten, 1,3 GJ.
  • Ziel W7-X:30 Minuten Plasma, Kraftwerkstauglichkeit nachweisen; kein Deuterium-Tritium-Betrieb; 2025 Tripelprodukt-Rekord über 43 s.
  • Weitere Anlagen:JET (Culham, bis 2023), ASDEX Upgrade (Garching), EAST (China), JT-60SA (Japan, größter Tokamak), SPARC (Commonwealth Fusion, ab ca. 2026).

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