Abfallarten:hochradioaktiv (abgebrannte Brennelemente, Wiederaufarbeitungsreste) ca. 27 000 m³, über 99 % der Aktivität; schwach-/mittelradioaktiv ca. 300 000 m³.
Ziel:sicherer Einschluss für 1 Million Jahre; mögliche Wirtsgesteine Salz, Ton, Kristallin (Granit).
Asse II:ehemaliges Salzbergwerk in Niedersachsen, 1967–1978 „Versuchsendlager“ mit ca. 126 000 Fässern schwach-/mittelradioaktiven Abfalls.
Asse heute:seit 1988 Laugenzutritt ca. 12 m³ pro Tag, Einsturzgefahr; 2010 Rückholung beschlossen, Beginn frühestens 2033.
Gorleben:1977 für Endlager und Wiederaufarbeitung benannt, Erkundung des Salzstocks ab 1979; Massenprotest, „Republik Freies Wendland“ 1980.
Gorleben-Aus:Erkundung 2013 gestoppt, am 28. September 2020 endgültig ausgeschieden – Deckgebirge ungeeignet.
Zwischenlager:Gorleben mit 113 Castor-Behältern in einer oberirdischen Halle; bundesweit 16 Zwischenlager an den Kraftwerksstandorten.
Castor:cask for storage and transport of radioactive material; ca. 40 cm dickes Gusseisen, ca. 120 t schwer.
Transporte:aus La Hague und Sellafield 1995–2011, Sitzblockaden, bis zu 20 000 Polizisten; letzter Castor nach Gorleben im November 2011.
Weitere Standorte:Morsleben (ehemalige DDR), Endlager bis 1998, wird stillgelegt; Schacht Konrad in Salzgitter, Inbetriebnahme ca. 2027–2030.
Neue Suche:Standortauswahlgesetz 2013/2017, Neustart mit „weißer Landkarte“; Teilgebiete-Bericht 2020 mit 90 Gebieten (54 % der Landesfläche).
Zeitplan:Entscheidung ursprünglich 2031, jetzt eher 2046–2074; weltweit Finnland (Onkalo, Betrieb ab ca. 2025), Schweden (Forsmark), Frankreich (Bure).