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Zusammenfassung

Alles aus 3.1 bis 3.4 auf einer Seite: die vier Abschnitte im Überblick, die komplette Formelsammlung und ein Navigator, der dir zu jeder Zustandsänderung das passende Gesetz zeigt.

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Die vier Abschnitte auf einen Blick

Das ganze Kapitel hängt an einer einzigen Kette: Erst wird geklärt, was Druck ist. Dann zeigen die drei Gasgesetze, wie p, V und T zusammenhängen. Der Stirlingmotor baut daraus eine Maschine. Und der Wirkungsgrad sagt, wie viel dabei höchstens herauskommen kann.

3.1  Druck

A F 1 N/m² = 1 Pa

Druck ist der Widerstand gegen die Verkleinerung des Raumes — im Teilchenmodell die Summe der Stöße auf die Wand. Rechnen lässt sich damit über Kraft pro Fläche.

p = F : A
p = h · ρ · g

3.2  Die drei Gasgesetze

p · V = k V:T bzw. p:T = k

Halte immer eine Größe fest, dann zeigt sich der Zusammenhang der beiden anderen. Temperatur immer in Kelvin, Gasmenge immer gleich.

p1V1 = p2V2
V1:T1 = V2:T2
p1:T1 = p2:T2

3.3  Stirlingmotor und Kreisprozess

Wₙₖₜ₪ Uhrzeigersinn = Motor

Zwei Isothermen und zwei Isochoren ergeben einen geschlossenen Umlauf. Die eingeschlossene Fläche ist die Nutzarbeit pro Umlauf.

W = p · ΔV
1 bar · cm³ = 0,1 J

3.4  Wirkungsgrad und Entwertung

Arbeit Abwärme Energie bleibt — wird aber entwertet kein Perpetuum mobile

Abwärme ist Bedingung, nicht Panne. Die Obergrenze hängt nur an den beiden Temperaturen. Die Kraft-Wärme-Kopplung umgeht sie nicht — sie nutzt die Abwärme weiter.

η = Wnutz : Qzu
ηmax = 1 − Tk : Th
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Formelsammlung

Alle Formeln des Kapitels — mit der Bedingung, unter der sie gelten. Genau diese Spalte ganz rechts entscheidet in der Klassenarbeit darüber, ob du die richtige Formel wählst.

Größe / GesetzFormelBedeutung der Zeichengilt, wenn …
Druckp = F : AF in N, A in m², p in Paimmer
KraftF = m · azum Erdmittelpunkt: a = g ≈ 9,81 m/s²immer
Schweredruckp = h · ρ · gh in m, ρ in kg/m³Flüssigkeitssäule; A kürzt sich heraus
KelvinK = °C + 273,15Schrittweite wie Celsiusin allen Gasgesetzen nötig
1. Gas-Gesetz
Boyle-Mariotte
p1 · V1 = p2 · V2Produkt bleibt gleichT konstant (isotherm)
2. Gas-Gesetz
Gay-Lussac
V1 : T1 = V2 : T2Quotient bleibt gleichp konstant (isobar)
3. Gas-Gesetz
Amontons
p1 : T1 = p2 : T2Quotient bleibt gleichV konstant (isochor)
VolumenarbeitW = p · ΔV1 bar · cm³ = 0,1 JΔV ≠ 0; bei isochor ist W = 0
LeistungP = W : tW in J, t in s, P in Wbei n Umläufen: P = n · W : t
Wirkungsgradη = Wnutz : QzuZahl ohne Einheitimmer kleiner als 1
maximaler
Wirkungsgrad
ηmax = 1 − Tk : Thbeide Temperaturen in KelvinObergrenze; real immer kleiner
BrennstoffbedarfE = Nutzen : ηgetrennt: Summe beider AnteileVergleich BHKW ↔ getrennt
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Zustandsänderungen vergleichen

Die drei Gasgesetze unterscheiden sich nur darin, welche Größe festgehalten wird. Probier es im Navigator aus — und präge dir vor allem die dritte Spalte der Tabelle ein.

Wähle eine Zustandsänderung. Das Diagramm zeichnet den Weg, rechts liest du ab, welche Größe konstant bleibt und welches Gesetz gilt. Mit Tab anspringen, mit Enter oder den Pfeiltasten wechseln.

Gesetzkonstant bleibtes giltDiagrammtypische Situation
erstes Gas-GesetzTemperatur T
isotherm
p1 · V1 = p2 · V2gekrümmte Kurve (Hyperbel)Kolbenprober langsam zusammendrücken
zweites Gas-GesetzDruck p
isobar
V1 : T1 = V2 : T2Gerade durch den UrsprungHeißluftballon, beweglicher Kolben
drittes Gas-GesetzVolumen V
isochor
p1 : T1 = p2 : T2Gerade durch den Ursprungverschlossene Flasche, Fahrradreifen
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Selbstcheck

Acht Fragen, bei denen es nicht ums Rechnen geht, sondern ums Verstehen. Beantworte jede zuerst für dich selbst — erst danach aufklappen. Jede aufgeklappte Frage zählt oben im Fortschritt mit.

Warum gelten die Gasgesetze nur für eine abgeschlossene Box?
Weil die Gasmenge fest bleiben muss. Entweicht Gas oder wird nachgefüllt, ändert sich die Teilchenzahl N — dann gilt keines der drei Gesetze mehr. Deshalb ist z. B. das Befüllen einer Gasflasche kein Fall für die Gasgesetze.
Woran erkennst du, welches Gas-Gesetz du brauchst?
Frage zuerst: Welche Größe bleibt konstant? Starre, verschlossene Flasche → V konstant → drittes Gesetz. Beweglicher Kolben oder offener Ballon → p konstant → zweites Gesetz. Langsames Zusammendrücken bei Zimmertemperatur → T konstant → erstes Gesetz.
Warum steht in den Gasgesetzen Kelvin und nicht Celsius?
Weil die Gesetze auf Verhältnissen beruhen und die zugehörigen Geraden durch den Ursprung laufen. Die Celsius-Skala hat einen willkürlich verschobenen Nullpunkt — 37 °C ist nicht „fast doppelt so warm“ wie 20 °C. Bei 0 °C würde man in V1:T1 sogar durch null teilen. Nur bei 0 K steht die Teilchenbewegung wirklich still.
Warum liefert der Stirlingmotor überhaupt Arbeit?
Weil im heißen Gas bei gleichem Volumen ein höherer Druck herrscht. Die isotherme Expansion (Takt 1) gibt deshalb mehr Arbeit ab, als die isotherme Kompression (Takt 3) verbraucht. Die Differenz treibt das Schwungrad an — und ist im V-p-Diagramm genau die eingeschlossene Fläche.
Warum leisten die senkrechten Abschnitte im Arbeitsdiagramm nichts?
Weil dort das Volumen konstant ist, also ΔV = 0. Aus W = p · ΔV folgt W = 0. Anschaulich: Unter einer senkrechten Linie liegt keine Fläche.
Was unterscheidet die beiden Arten des Perpetuum mobile?
Die 1. Art soll Arbeit abgeben, ohne Energie aufzunehmen — das verletzt die Energieerhaltung. Die 2. Art soll vorhandene Wärme vollständig in Arbeit umwandeln — das scheitert an ηmax = 1 − Tk:Th, weil ohne kalte Seite keine Arbeit entsteht. Nur die 2. Art braucht also das Wirkungsgrad-Argument.
Warum ist der Gesamtnutzungsgrad eines BHKW kein Widerspruch zu ηmax?
Weil die 90 % Strom und Wärme zusammen zählen. In Arbeit verwandelt werden weiterhin nur etwa 35 % — das liegt unter der Obergrenze. Die Kopplung umgeht die Grenze nicht, sie nutzt die Abwärme nur zum Heizen weiter, statt sie wegzuwerfen.
Warum zeigen ein schmales und ein breites Gefäß in gleicher Tiefe denselben Druck?
Weil sich in der Herleitung die Fläche A vollständig herauskürzt: p = (A · h · ρ · g) : A = h · ρ · g. In der Endformel steht A nicht mehr — der Schweredruck hängt nur von der Höhe ab. Die Kraft auf den Boden ist im breiten Gefäß natürlich größer.
Nächster SchrittZum Selbsttest70 Fragen quer durch alle vier Abschnitte — mit Auswertung nach Themen, damit du deine Lücken genau siehst.