Wissen und Reproduzieren
25 PunkteBerechne die fehlenden Werte. Rechne mit g = 9,81 m/s². Komma oder Punkt sind beide erlaubt.
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a) p = 60 N : 3 m² = 20 Pa
b) F = 20 kg · 9,81 m/s² = 196,2 N
c) p = 10 · 1000 · 9,81 = 98 100 Pa
d) 3 · 100 000 = 300 000 Pa
e) 27 + 273,15 = 300,15 K
f) ηmax = 1 − 250 : 500 = 0,5 = 50 %
Wähle zu jeder Größe die passende Formel. Achtung: Es stehen mehr Formeln zur Auswahl, als du brauchst.
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Druck → p = F : A · Schweredruck → p = h · ρ · g
Erstes Gas-Gesetz → p₁·V₁ = p₂·V₂ (T konstant) · Zweites Gas-Gesetz → V₁:T₁ = V₂:T₂ (p konstant)
Volumenarbeit → W = p · ΔV
Nicht gebraucht: p₁:T₁ = p₂:T₂ (drittes Gas-Gesetz), F = m · a und ηmax = 1 − Tk:Th.
Denk daran: Bei Flächen wird der Umrechnungsfaktor quadriert.
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a) 1 bar = 100 000 Pa → 200 000 Pa
b) 1 hPa = 100 Pa → 50 000 Pa
c) 1 m² = 10 000 cm² → 150 : 10 000 = 0,015 m²
d) 0,1 J — deshalb sind 900 bar·cm³ genau 90 J.
Die drei Gasgesetze haben feste Voraussetzungen — wer sie übersieht, rechnet richtig, aber am Problem vorbei.
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Richtig: feste Gasmenge, T in Kelvin, jeweils eine Zustandsgröße konstant.
Falsch: Die Gesetze gelten für jedes Gas, das sich wie ein ideales Gas verhält. Entweicht Gas, ändert sich N und keines der Gesetze gilt mehr. Und im ersten Gas-Gesetz dürfen bar und Liter stehen bleiben — solange auf beiden Seiten dieselbe Einheit steht, kürzt sie sich heraus.
Eine verschlossene, starre Glasflasche steht in der Sonne und erwärmt sich. Das Gas kann nicht entweichen, die Flasche dehnt sich praktisch nicht aus.
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Die Flasche ist starr, also bleibt das Volumen konstant (isochore Zustandsänderung). Damit gilt das dritte Gas-Gesetz: p₁ : T₁ = p₂ : T₂. Der Druck steigt mit der Temperatur, weil die Teilchen häufiger und heftiger gegen dieselben Wände stoßen.
Zwei Fragen zum V-p-Diagramm eines Kreisprozesses.
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a) Bei konstanter Temperatur ist p · V konstant, also p = konstant : V. Das ergibt eine gekrümmte Kurve (Hyperbel), nie eine Gerade.
b) Im Uhrzeigersinn gibt die Maschine Arbeit ab — das kennzeichnet den Motor. Gegen den Uhrzeigersinn muss man Arbeit hineinstecken; das ist eine Kältemaschine oder Wärmepumpe. Ohne Pfeile im Diagramm lassen sich beide nicht unterscheiden, denn die Fläche ist gleich groß.
Anwenden und Übertragen
44 PunkteEin Taucher befindet sich 15 m tief in Wasser (ρ = 1000 kg/m³, g = 9,81 m/s²). An der Oberfläche herrscht der Luftdruck 1013 hPa.
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a) p = h · ρ · g = 15 m · 1000 kg/m³ · 9,81 m/s² = 147 150 Pa
b) 1013 hPa = 101 300 Pa. Gesamt: 147 150 + 101 300 = 248 450 Pa
c) 248 450 : 100 000 = 2,4845 bar ≈ 2,48 bar. Faustregel: Alle 10 m Wasser bringen rund 1 bar dazu.
In einem Kolbenprober sind V₁ = 250 cm³ Luft bei p₁ = 1,0 bar eingeschlossen. Der Kolben wird langsam auf V₂ = 100 cm³ hineingeschoben; die Temperatur bleibt dabei gleich.
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a) Konstante Temperatur → erstes Gas-Gesetz: p₂ = (p₁ · V₁) : V₂ = (1,0 bar · 250 cm³) : 100 cm³ = 2,5 bar. Die Einheiten bar und cm³ dürfen stehen bleiben.
b) Die Temperatur. „Langsam“ heißt hier: Die Luft kann die Kompressionswärme abgeben, die Temperatur bleibt auf Zimmerniveau.
Ein Heißluftballon fasst 2000 m³ Luft bei 0 °C. Der Brenner erwärmt die Luft auf 90 °C. Weil die Öffnung unten offen ist, bleibt der Druck konstant.
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a) In Kelvin: T₁ = 273,15 K, T₂ = 363,15 K. Konstanter Druck → V₁:T₁ = V₂:T₂, also V₂ = 2000 m³ · 363,15 K : 273,15 K ≈ 2659 m³
b) Der Ballon selbst bleibt gleich groß, die zusätzliche Luft muss unten heraus: 2659 − 2000 = 659 m³. Gefragt war die Differenz, nicht der Endwert — genau deshalb wird der Ballon leichter und steigt.
Ein Fahrradreifen wird morgens bei 15 °C auf 2,80 bar aufgepumpt. Mittags erwärmt sich die Luft im Reifen auf 40 °C. Das Volumen ändert sich praktisch nicht.
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a) In Kelvin: 288,15 K und 313,15 K. Konstantes Volumen → p₁:T₁ = p₂:T₂, also p₂ = 2,80 bar · 313,15 K : 288,15 K ≈ 3,04 bar
b) 3,043 : 2,80 = 1,0868, also rund 8,7 % mehr. Hätte man mit °C gerechnet (40 : 15), käme ein Anstieg von 167 % heraus — grober Unsinn.
Ein Rechteckprozess schließt im Arbeitsdiagramm eine Fläche mit Δp = 2 bar und ΔV = 400 cm³ ein.
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a) W = Δp · ΔV = 2 bar · 400 cm³ = 800 bar·cm³. Mit 1 bar·cm³ = 0,1 J sind das 80 J.
b) P = 25 · 80 J : 1 s = 2000 W = 2 kW. Aus der Fläche im Diagramm wird also direkt die Leistung der Maschine.
Ein Ottomotor arbeitet zwischen Th = 1100 K und Tk = 350 K. Real erreicht er einen Wirkungsgrad von 30 %.
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a) ηmax = 1 − 350 K : 1100 K = 0,682 = 68,2 %
b) W = η · Qzu = 0,30 · 2000 J = 600 J. Die restlichen 1400 J gehen als Abwärme weg.
c) ηmax ist eine Obergrenze für die ideale Maschine. Reibung, Wärmeverluste und undichte Stellen drücken den realen Wert darunter. Größe und Bauart ändern die Obergrenze nicht — die hängt allein an den beiden Temperaturen.
Im idealen stirlingschen Kreisprozess hat Zustand 3 die Werte V₃ = 300 cm³ und p₃ = 1 bar bei Tk = 300 K. Von 3 nach 4 wird das Gas isotherm auf V₄ = 100 cm³ zusammengedrückt. Auf der heißen Isotherme gilt V₁ = 100 cm³ und p₁ = 6 bar.
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a) Isotherm heißt: erstes Gas-Gesetz. p₃·V₃ = 1 · 300 = 300, also p₄ = 300 : 100 = 3 bar
b) p₁ · V₁ = 6 bar · 100 cm³ = 600 bar·cm³ — doppelt so groß wie auf der kalten Isotherme, passend zu Th = 600 K gegenüber Tk = 300 K. Genau dieser Unterschied liefert die Nutzarbeit.
Ein Gebäude braucht 40 kWh Strom und 60 kWh Wärme. Rechne mit: Kraftwerk η = 45 %, Heizkessel η = 90 %; BHKW ηel = 35 % und ηtherm = 55 %.
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a) Strom: 40 : 0,45 = 88,9 kWh. Wärme: 60 : 0,90 = 66,7 kWh. Zusammen 155,6 kWh.
b) Das BHKW braucht 40 : 0,35 = 114,3 kWh und liefert daraus zugleich 0,55 · 114,3 = 62,9 kWh Wärme — mehr als die gebrauchten 60 kWh. Ersparnis: 1 − 114,3 : 155,6 ≈ 26,5 %. Der Gesamtnutzungsgrad steigt von 45 % auf 35 % + 55 % = 90 %.
Verknüpfen und Beurteilen
31 PunkteEine Maschine soll bei einer heißen Seite von Th = 900 K einen maximalen Wirkungsgrad von 55 % erreichen.
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Aus ηmax = 1 − Tk:Th folgt Tk:Th = 1 − 0,55 = 0,45, also Tk = 900 K · 0,45 = 405 K (rund 132 °C).
Denkrichtung: Ein höherer Wirkungsgrad verlangt entweder eine heißere heiße Seite oder eine kältere kalte Seite. Da die kalte Seite meist von der Umgebung vorgegeben ist, geht man in der Technik über Th.
Maschine A arbeitet zwischen 800 K und 400 K, Maschine B zwischen 1000 K und 600 K. Beide haben denselben Temperaturunterschied von 400 K.
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a) ηA = 1 − 400 : 800 = 0,50 = 50 % · b) ηB = 1 − 600 : 1000 = 0,40 = 40 %
c) In ηmax = 1 − Tk:Th steht ein Quotient. Bei B liegt die kalte Seite mit 600 K relativ näher an der heißen (600:1000 = 0,6) als bei A (400:800 = 0,5). Die Differenz allein sagt deshalb nichts über den Wirkungsgrad aus — Reibung, Gasart und Baugröße ändern die theoretische Obergrenze überhaupt nicht.
Zwei Erfindungen werden vorgestellt. Beurteile jede physikalisch.
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a) Perpetuum mobile 2. Art. Die Energieerhaltung wird nicht verletzt — die Energie ist ja da. Das Schiff müsste Wärme aber vollständig in Arbeit umwandeln. Weil das ganze Meer annähernd dieselbe Temperatur hat, ist Th ≈ Tk und damit ηmax ≈ 0. Die Energie im Meer ist entwertet: reichlich vorhanden, aber ohne Temperaturunterschied nicht nutzbar.
b) Energie geht nie verloren und wird nie verbraucht — sie wird entwertet: Bei jeder Umwandlung wird ein Teil zu Wärme bei Umgebungstemperatur, und die lässt sich nicht mehr in Arbeit verwandeln.
Rechne mit g = 9,81 m/s².
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a) 2,5 bar = 250 000 Pa. Aus p = h · ρ · g folgt h = p : (ρ · g) = 250 000 : (1000 · 9,81) ≈ 25,5 m
b) Bei gleicher Tiefe ändert sich nur die Dichte: p = 25,48 m · 850 kg/m³ · 9,81 m/s² ≈ 212 500 Pa = 2,125 bar. Kurzweg: 850 : 1000 · 2,5 bar = 2,125 bar.
c) In der Herleitung wird V = A · h eingesetzt: p = (A · h · ρ · g) : A = h · ρ · g. Die Fläche kürzt sich heraus und steht in der Endformel nicht mehr. Im breiten Gefäß ist zwar die Kraft auf den Boden größer — sie verteilt sich aber auch auf mehr Fläche.
Ein Rechteckprozess aus zwei isobaren und zwei isochoren Schritten soll pro Umlauf 150 J Nutzarbeit liefern. Der Druckhub beträgt Δp = 5 bar.
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a) 150 J = 1500 bar·cm³, weil 1 bar·cm³ = 0,1 J. Aus W = Δp · ΔV folgt ΔV = 1500 bar·cm³ : 5 bar = 300 cm³. Probe: 5 · 300 = 1500 bar·cm³ = 150 J ✓
b) Keine. Bei einem isochoren Schritt ist ΔV = 0, also W = p · 0 = 0 J. Im Diagramm sieht man das direkt: Unter einer senkrechten Linie liegt keine Fläche. Ein möglicher Entwurf wäre 1 (100 cm³ | 6 bar) → 2 (400 cm³ | 6 bar) → 3 (400 cm³ | 1 bar) → 4 (100 cm³ | 1 bar) → 1.
Zum Abschluss: sechs Aussagen quer durch das Kapitel.
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Richtig sind vier Aussagen:
• Ohne kalte Seite gibt es keinen Druckunterschied zwischen Expansion und Kompression — die Abwärme fällt zwangsläufig an.
• In ηmax = 1 − Tk:Th stehen nur die beiden Temperaturen.
• Isochor heißt ΔV = 0, also W = 0.
• Die eingeschlossene Fläche ist abgegebene minus aufgewendete Arbeit — nicht die Fläche unter der oberen Kurve allein.
Falsch: Die Baugröße ändert die Obergrenze nicht. Und die Kraft-Wärme-Kopplung umgeht ηmax nicht — sie nutzt die Abwärme nur zum Heizen weiter. In Arbeit verwandelt werden weiterhin höchstens 1 − Tk:Th; die 90 % des BHKW zählen Strom und Wärme zusammen.
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Dein Ergebnis
| Aufgabe | Thema | Punkte |
|---|
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Notenschema
| Punkte | Note | Beurteilung |
|---|---|---|
| 100 – 92 P | 1 | sehr gut |
| 91 – 80 P | 2 | gut |
| 79 – 60 P | 3 | befriedigend |
| 59 – 44 P | 4 | ausreichend |
| 43 – 24 P | 5 | mangelhaft |
| 23 – 0 P | 6 | ungenügend |
