Bleibt das Volumen konstant, so ist der Quotient aus Druck und Temperatur zu jedem Zeitpunkt gleich groß — das Gasgesetz von Amontons.
T konstant und p konstant sind erledigt. Bleibt der letzte Fall: Was passiert bei konstantem Volumen V?
Der Aufbau ist derselbe wie vorher, nur die festgehaltene Größe wechselt.
So läuft das digitale Experiment ab.
Das Ergebnis sieht aus wie beim zweiten Gas-Gesetz, nur mit anderen Achsen.
Das Volumen ist festgehalten — die Box kann sich nicht ausdehnen. Mit der Temperatur wandert der Druck mit, der Quotient p : T bleibt gleich.
Im Teilchenmodell ist das sofort einleuchtend: Höhere Temperatur heißt größere mittlere Bewegungsenergie. Die Teilchen stoßen häufiger und heftiger gegen dieselben Wände — und weil die Box nicht ausweichen kann, steigt der Druck.
Der Quotient aus Druck und Temperatur ist zu jedem Zeitpunkt konstant.
Das Volumen V bleibt konstant und die Teilchenzahl N ändert sich nicht (im Experiment N = 100).
Temperatur, immer in Kelvin einsetzen.
Druck, beide Werte in derselben Einheit (z. B. mbar).
Das dritte Gas-Gesetz trägt mehrere Namen.
Eine verschlossene Flasche wird von 20 °C auf 50 °C erwärmt. Beim Verschließen herrschten 1010 mbar. Welcher Druck herrscht danach?
| Gesetz | konstant bleibt | es gilt | Diagramm |
|---|---|---|---|
| erstes Gas-Gesetz | Temperatur T | \( p_1 \cdot V_1 = p_2 \cdot V_2 \) | gekrümmte Kurve |
| zweites Gas-Gesetz | Druck p | \( \dfrac{V_1}{T_1} = \dfrac{V_2}{T_2} \) | Gerade durch den Ursprung |
| drittes Gas-Gesetz | Volumen V | \( \dfrac{p_1}{T_1} = \dfrac{p_2}{T_2} \) | Gerade durch den Ursprung |
Frag zuerst: Welche Größe bleibt konstant? Starre Flasche → V konstant → drittes Gesetz, beweglicher Kolben → p konstant → zweites Gesetz.
Mit °C wird \( \tfrac{p_1}{T_1}=\tfrac{p_2}{T_2} \) falsch — bei 0 °C teilt man sogar durch null.
Konstant ist p : T, nicht \( p\cdot T \). Ändert sich die Teilchenzahl, etwa beim Befüllen einer Gasflasche, gilt keines der drei Gesetze.