Ein instabiler Kern zerfällt selten nur ein einziges Mal. Meistens folgt Zerfall auf Zerfall, bis am Ende ein stabiler Kern übrig bleibt.
Radium-226 sendet ein α-Teilchen aus und wird zu Radon-222.
Die Abfolge mehrerer Zerfälle, bis ein stabiler Kern erreicht ist.
Jeder Kern ist Tochter des vorigen und Mutter des nächsten Schritts.
Alle natürlichen Reihen enden bei einem Blei-Isotop: Pb-206, Pb-207 oder Pb-208.
Selbstkontrolle: Oben und unten muss die Summe links und rechts gleich sein. 226 = 222 + 4 ✓ 88 = 86 + 2 ✓ Der γ-Zerfall ändert weder A noch Z — er taucht in Reihen deshalb nicht auf.
Pb-212 zerfällt weiter, nur Pb-208 ist stabil.
Nicht das Element entscheidet, sondern das Verhältnis von Protonen zu Neutronen.
Po-214 zerfällt über 2 α- und 2 β−-Zerfälle. Welcher Kern entsteht?
Ausgehend von einem Startkern entscheidet sich Schritt für Schritt: α oder β−? Der Reihen-Bauer prüft jede Wahl gegen die echte Reihe und zählt am Ende mit, wie viele Zerfälle welcher Art gebraucht wurden.
Beobachte die Zahlen: Bei α sinken beide, bei β− bleibt die obere stehen und nur die untere steigt. Bismut-212 kann tatsächlich auf zwei Wegen zerfallen — beide enden bei Blei-208.
Kein Nukleon verschwindet, ein Neutron wird nur zum Proton. Pb-214 wird zu Bi-214, nicht zu Bi-215.
Pb-212 ist instabil, Pb-208 stabil. Immer auf beide Zahlen schauen, nie nur auf den Namen.
Passt das Verhältnis von Protonen und Neutronen, passiert nichts mehr. Auch nach Milliarden Jahren nicht.