Drei Strahlungsarten aus derselben Familie, aber mit sehr verschiedener Energie. Wo sie im elektromagnetischen Spektrum stehen und wie tief sie eindringen.
Sonnenlicht, Röntgenbild und γ-Strahlung sind dieselbe Art von Strahlung.
Radiowellen, Licht, UV, Röntgen und γ unterscheiden sich nur in der Energie. 1 eV ist die Energie eines Elektrons nach 1 V Spannung.
Ab etwa 10 eV schlägt die Strahlung Elektronen aus Atomen heraus. UV, Röntgen und γ sind alle drei ionisierend.
Mehr Energie bedeutet tieferes Eindringen. UV bleibt in der Oberhaut, Röntgen erreicht Knochen, γ durchquert den ganzen Körper.
Der Röntgenbild-Trick steckt in der Mitte des Spektrums.
Der Strahl dringt je nach Strahlungsart unterschiedlich weit in den Querschnitt aus Haut, Gewebe und Knochen ein. Die Leiste darunter zeigt, wo die gewählte Strahlung im elektromagnetischen Spektrum sitzt — und damit, wie ihre Energie zu ihrer Eindringtiefe passt.
Die Reihenfolge in der Spektrumsleiste und die Eindringtiefe im Querschnitt gehören zusammen: Je weiter rechts eine Strahlung in der Leiste steht, desto energiereicher ist sie — und desto weiter kommt sie in den Körper hinein. UV bleibt in der Oberhaut, Röntgen erreicht Gewebe und Knochen, γ geht auf der anderen Seite wieder hinaus.
Radioaktiv heißt: Atomkerne wandeln sich um. Röntgenstrahlung entsteht außerhalb des Kerns und lässt sich abschalten.
γ und Röntgen sind physikalisch dasselbe. Ihre Energiebereiche überschneiden sich, unterschieden wird nur der Entstehungsort.
Wer wenig eindringt, ist nicht harmlos. UV bleibt in der Oberhaut und gibt seine Energie dort auf kleinem Raum ab.