Radioaktive Strahlung gibt es nicht erst seit dem Kernkraftwerk: Boden, Luft, Weltall und dein eigener Körper strahlen — und der Mensch legt vor allem beim Arzt noch etwas drauf.
Ein Geiger-Müller-Zählrohr auf dem Lehrertisch, nichts davor. Trotzdem: alle paar Sekunden ein Klick.
Wir leben seit jeher in einem schwachen Strahlungshintergrund.
Radon aus dem Boden, Gestein, kosmische Strahlung, Nahrung. Zusammen etwa 2,1 mSv im Jahr.
Röntgen und CT, Nuklearmedizin, Kerntechnik, alte Bombentests. Zusammen etwa 1,9 mSv, fast alles aus der Medizin.
α, β und γ aus dem Kernkraftwerk wirken wie aus dem Granit. Entscheidend ist nur die Dosis.
Grenzwert für zusätzliche Dosis: 1 mSv pro Jahr.
Für Beschäftigte gilt ein Grenzwert von 20 mSv pro Jahr.
Werte des Bundesamts für Strahlenschutz, gerundet.
Wohnort, Flüge und Arztbesuche bestimmen die persönliche Jahresdosis. Der Balken zeigt, aus welchen Quellen sich die Dosis zusammensetzt — grün natürlich, blau/violett künstlich.
Richtwerte, gerundet.
Zweimal hinschauen: Der Umzug ins Granitgebirge bringt mehr als ein Kernkraftwerk vor der Haustür — und ein einziges Bauch-CT mehr als beides zusammen über Jahre. Medizinische Strahlung wird trotzdem eingesetzt, weil der Nutzen der Diagnose das Risiko überwiegt.
Drei Stellen, an denen es beim Thema Strahlungsquellen oft durcheinandergeht.
„Künstlich“ heißt nicht „gefährlicher“. Ob ein γ-Quant aus Granit oder Reaktor kommt, merkt der Körper nicht — nur die Dosis zählt.
Die größte Einzelquelle ist unsichtbar und geruchlos. Regelmäßiges Lüften senkt die Dosis spürbar.
Handy, WLAN und Mikrowelle gehören nicht hierher. Sie schlagen keine Elektronen aus Atomen und zählen nicht in mSv.