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Strahlungsquellen

Radioaktive Strahlung gibt es nicht erst seit dem Kernkraftwerk: Boden, Luft, Weltall und dein eigener Körper strahlen — und der Mensch legt vor allem beim Arzt noch etwas drauf.

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Erklärung — Strahlungsquellen

Ein Geiger-Müller-Zählrohr auf dem Lehrertisch, nichts davor. Trotzdem: alle paar Sekunden ein Klick.

BeobachtungIm Klassenzimmer zählt das Rohr etwa 20 bis 30 Impulse pro Minute. Im Keller eines Granithauses mehr, im Flugzeug in 10 km Höhe noch einmal deutlich mehr.
FrageWoher kommt diese Strahlung, wenn weit und breit kein radioaktives Präparat liegt — und wie viel davon bekommst du im Jahr ab?

Wir leben seit jeher in einem schwachen Strahlungshintergrund.

  • Natürlich:Die Strahlung kommt aus Boden, Luft, Weltall und Nahrung.
  • Dazu:Der Mensch erzeugt selbst Strahlung, vor allem in der Medizin.
  • Messgröße:Die Wirkung auf den Körper heißt Dosis, Einheit Millisievert (mSv).
  • Größenordnung:In Deutschland sind es im Schnitt rund 4 mSv pro Jahr.
  • Aufteilung:Etwa die Hälfte natürlich, die andere Hälfte vom Menschen gemacht.
Strahlungsquellen in drei Sätzen
Natürlich + künstlich — entscheidend ist allein die Dosis
Natürliche Quellen

Radon aus dem Boden, Gestein, kosmische Strahlung, Nahrung. Zusammen etwa 2,1 mSv im Jahr.

Künstliche Quellen

Röntgen und CT, Nuklearmedizin, Kerntechnik, alte Bombentests. Zusammen etwa 1,9 mSv, fast alles aus der Medizin.

Physikalisch gleich

α, β und γ aus dem Kernkraftwerk wirken wie aus dem Granit. Entscheidend ist nur die Dosis.

Natürlich · ≈ 2,1 mSv

Radon1,1Edelgas aus Uran im Boden, sammelt sich in Kellern — die größte Einzelquelle
Boden & Gestein0,4Uran, Thorium, Kalium-40 in Granit, Ziegel, Beton
Kosmisch0,3Teilchen aus dem Weltall; mit der Höhe nimmt es zu
Nahrung & Körper0,3Kalium-40 in Bananen, Nüssen — und in dir selbst

Künstlich · ≈ 1,9 mSv

Röntgen & CT1,8Ein CT des Bauchs allein: rund 10 mSv
Nuklearmedizin0,1radioaktive Stoffe zur Diagnose (Szintigrafie)
Kernkraft, Industrie< 0,01Normalbetrieb, Forschung, Geräte
Bombentests, Tschernobyl< 0,01Reste aus den 1960ern und 1986
Mittlere Jahresdosis in Deutschland
≈ 2,1 mSv natürlich + 1,9 mSv künstlich ≈ 4 mSv
Bevölkerung

Grenzwert für zusätzliche Dosis: 1 mSv pro Jahr.

Beruflich

Für Beschäftigte gilt ein Grenzwert von 20 mSv pro Jahr.

Quelle der Zahlen

Werte des Bundesamts für Strahlenschutz, gerundet.

Wohnort, Flüge und Arztbesuche bestimmen die persönliche Jahresdosis. Der Balken zeigt, aus welchen Quellen sich die Dosis zusammensetzt — grün natürlich, blau/violett künstlich.

Dosis-Baukasten

Richtwerte, gerundet.

Wohnort
Fliegen
Beim Arzt in diesem Jahr
Sonstiges
Gestapelter Balken der Jahresdosis nach Quellen

Zweimal hinschauen: Der Umzug ins Granitgebirge bringt mehr als ein Kernkraftwerk vor der Haustür — und ein einziges Bauch-CT mehr als beides zusammen über Jahre. Medizinische Strahlung wird trotzdem eingesetzt, weil der Nutzen der Diagnose das Risiko überwiegt.

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Hinweise

Drei Stellen, an denen es beim Thema Strahlungsquellen oft durcheinandergeht.

Hinweis

Gleiche Strahlung

„Künstlich“ heißt nicht „gefährlicher“. Ob ein γ-Quant aus Granit oder Reaktor kommt, merkt der Körper nicht — nur die Dosis zählt.

Hinweis

Radon im Keller

Die größte Einzelquelle ist unsichtbar und geruchlos. Regelmäßiges Lüften senkt die Dosis spürbar.

Hinweis

Nicht ionisierend

Handy, WLAN und Mikrowelle gehören nicht hierher. Sie schlagen keine Elektronen aus Atomen und zählen nicht in mSv.

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