Strahlung lässt sich nicht abschalten – aber die Dosis, die im Körper ankommt, lässt sich mit vier einfachen Regeln klein halten.
Beim Zahnarzt und in der Radiologie wird jeden Tag Strahlenschutz betrieben – meist ohne dass es jemandem auffällt.
Beide Szenen nutzen dieselbe Idee: Nicht die Strahlung wird verändert, sondern die Dosis im Körper.
Doppelter Abstand bedeutet nur noch ein Viertel der Dosis.
Papier stoppt α, wenige Millimeter Metall stoppen β. Gegen γ helfen nur dicke Blei- oder Betonschichten.
Die Dosis wächst proportional zur Zeit: halbe Zeit, halbe Dosis.
Schwache Quellen, sicher verschlossen. Nie einatmen oder verschlucken.
| Strahlung | reicht als Abschirmung | Reichweite in Luft |
|---|---|---|
| α | Blatt Papier, Haut | wenige cm |
| β | 3 mm Aluminium, Plexiglas | einige Meter |
| γ | cm Blei oder dm Beton – nur Abschwächung | praktisch unbegrenzt |
Abstand zur Quelle.
Nur noch ein Viertel der Dosis.
Nur noch ein Neuntel der Dosis.
Nur noch ein Hundertstel der Dosis.
Links die Quelle, rechts die Person. Strahlungsart, Abstand, Abschirmung und Aufenthaltsdauer bestimmen zusammen die Dosis – der Balken zeigt, wie viel davon übrig bleibt.
Bezug: γ-Strahlung, 1 m Abstand, 10 Minuten, ohne Abschirmung = 100 %. Ziel: Die Dosis mit nur einer Stellschraube unter 10 % bringen – und mit zweien?
Drei Stellen, an denen beim Strahlenschutz regelmäßig etwas durcheinandergeht.
Doppelter Abstand ist nicht halbe Dosis, sondern ein Viertel. Dreifacher Abstand ergibt ein Neuntel.
Außen stoppt schon ein Blatt Papier die α-Strahlung. Im Körper gibt sie ihre ganze Energie auf wenigen Mikrometern ab.
Blei schwächt γ-Strahlung nur ab. Jeder Zentimeter halbiert sie, ganz null wird sie nie.