Vier Wechselwirkungen genügen, um alles zu beschreiben — vom fallenden Apfel bis zum Atomkern. Eine davon entscheidet darüber, ob ein Kern zerfällt.
Diese Kraft heißt starke Kernkraft.
Sie hält den Kern zusammen — gegen die Abstoßung der Protonen.
Bei sehr kleinen Abständen größer als die elektromagnetische Kraft.
Winzig: nur bis zum nächsten Nukleon, danach praktisch null.
Wirkt zwischen allen Nukleonen: p–p, n–n und p–n. Ladung ist egal.
Nur noch ein Viertel der Kraft — aber niemals null.
Nach 2–3 fm praktisch verschwunden.
Oben die elektrische Abstoßung, unten die Kernkraft — je nach Abstand und Nukleonenpaar bricht ein anderer Balken zuerst ein.
Abstände im Kern misst man in Femtometern: 1 fm = 0,000 000 000 000 001 m.
Bis etwa 2,3 fm gewinnt der grüne Balken: Der Kern hält. Darüber ist die Kernkraft praktisch verschwunden, die Abstoßung bleibt — klein, aber da. Bei einem Paar mit Neutron gibt es gar keine Abstoßung, die Kernkraft wirkt genauso.
Im Kern ist die Gravitation um 38 Zehnerpotenzen zu schwach. Zusammen hält ihn allein die starke Kernkraft.
Die Kernkraft gewinnt nur bis zum Nachbar-Nukleon. Beim übernächsten ist sie null — die Abstoßung bleibt.
Neutronen spüren die Kernkraft, bringen aber keine Abstoßung mit. Sie sind der Kitt großer Kerne.