Wie viel Strahlung hat ein Körper wirklich abbekommen? Zwei Zahlen geben die Antwort: Gray für die Energie, Sievert für die Wirkung.
Darum braucht der Strahlenschutz zwei Dosis-Größen.
Aufgenommene Energie pro Masse. Einheit Gray, 1 Gy = 1 J/kg.
γ, β und Röntgen: q = 1. α-Strahlung: q = 20. Neutronen: 5 bis 20.
Maß für die biologische Wirkung. Einheit Sievert, 1 Sv = 1 000 mSv.
| Situation | H |
|---|---|
| Zahn-Röntgen | 0,01 mSv |
| Flug über den Atlantik | 0,1 mSv |
| Natürlich, pro Jahr (D) | ≈ 2 mSv |
| CT Bauchraum | ≈ 10 mSv |
| Grenzwert beruflich, pro Jahr | 20 mSv |
| Akute Strahlenkrankheit | ab ≈ 1 Sv |
| Meist tödlich (kurzzeitig) | ≈ 4 Sv |
Die Strahlungsart bestimmt den Wichtungsfaktor q; zusammen mit aufgenommener Energie und bestrahlter Masse ergibt sich die Äquivalentdosis H, die auf der Sievert-Leiter markiert wird.
Rechnung: D = E : m, dann H = q · D.
Bei gleicher Energie und Masse springt H beim Wechsel von γ auf α auf das 20-Fache, obwohl D gleich bleibt. Bei gleicher Energie sorgt eine kleinere Masse — etwa 1 kg statt 70 kg — für die 70-fache Dosis in diesem Organ.
Bei q = 1 sind Gray und Sievert zahlenmäßig gleich. Bei α-Strahlung steht in Sievert das 20-Fache.
„1 J Strahlung“ sagt allein nichts aus. Entscheidend ist, auf wie viel Masse sich die Energie verteilt.
Alltagsdosen stehen in Millisievert, akute Schäden in Sievert. Dazwischen liegt der Faktor 1 000.