Zerteile ein Stück Materie immer weiter — hört das irgendwann auf? Aus dieser einen Frage entstand vor 2500 Jahren das Wort Atom.
Brich ein Stück Kreide durch. Dann die Hälfte. Und wieder.
Materie lässt sich zerteilen, bis sie nicht mehr teilbar ist. Dieser kleinste Rest heißt Atom.
Alle Körper bestehen aus sehr vielen solchen Atomen — in einem Sandkorn mehr, als es Menschen auf der Erde gibt.
Griechisch für nicht, un‑.
Griechisch für geschnitten. Steckt auch in „Anatomie“.
Zerteilen endet beim Atom. Dazwischen: leerer Raum. Stoffe unterscheiden sich durch Form und Anordnung der Atome.
Zerteilen geht immer weiter. Materie ist lückenlos, leeren Raum gibt es nicht. Stoffe sind Mischungen von Grundeigenschaften.
Der kleinste Rest, der beim Zerteilen übrig bleibt.
Jeder Körper enthält sehr viele solcher Atome.
Reines Nachdenken — kein Experiment, keine Messung.
Ein Block mit 10 cm Kante, jeder Schritt halbiert alles: Nach der Atomisten-Vorstellung endet das irgendwann bei einem kleinsten Baustein, nach der Kontinuums-Vorstellung nie.
Atomisten: Nach etwa 30 Halbierungen ist die Kante so kurz wie ein Atom — Ende. Kontinuum: kein Halt, du könntest ewig weiterklicken. Welches Bild stimmt, konnte erst die Naturwissenschaft gut 2000 Jahre später entscheiden.
Es gab kein Experiment und keine Messung. Deshalb konnte die Gegenseite genauso gut argumentieren.
Seit 1904 weiß man: Atome bestehen aus kleineren Bausteinen. Der Name verrät nur, was man früher dachte.
Ein Staubkorn ist winzig, besteht aber aus Milliarden Atomen. Gemeint ist das Kleinste, das es überhaupt gibt.