Die Elektronen dürfen sich nicht überall aufhalten, sondern nur auf bestimmten Schalen — jede davon mit einer festen Energie und einer festen Zahl an Plätzen.
Rutherfords Kern-Hülle-Modell erklärt den Streuversuch — aber nicht alles.
Bohr behält Kern und Hülle bei und ordnet die Hülle in Schalen.
Elektronen bewegen sich nur auf den Schalen K, L, M, von innen nach außen.
Zu jeder Schale gehört eine feste Energie. Zwischenwerte gibt es nicht.
Das Elektron nimmt genau den Energieunterschied auf — oder gibt ihn als Lichtquant ab.
| Schale | n | Plätze | voll bei |
|---|---|---|---|
| K | 1 | 2 | Helium |
| L | 2 | 8 | Neon (2 + 8) |
| M | 3 | 18 | Krypton (2 + 8 + 18 + 8) |
Nummer der Schale, von innen gezählt.
2 · 1 = 2 Plätze.
2 · 4 = 8 Plätze.
2 · 9 = 18 Plätze.
[E] = 1 eV (Elektronvolt).
Großer Energieunterschied → blaues Licht.
Kleiner Energieunterschied → rotes Licht.
Links das Atom mit den Schalen K, L, M, rechts die zugehörige Energietreppe: Beim Sprung nach außen wird Energie aufgenommen, beim Sprung nach innen als Licht abgegeben.
Zweimal hinschauen: K → L kostet 10,2 eV, L → M nur 1,9 eV — die Stufen werden nach außen enger. Und nur der Sprung nach innen erzeugt Licht; bei L → K ist die Energie so groß, dass es ultraviolett und unsichtbar ist.
Drei Stellen, an denen beim Schalenmodell regelmäßig etwas durcheinandergeht.
Eine Schale ist nur der Name für einen erlaubten Energiezustand. Man zeichnet Kreise, weil man Energie nicht malen kann.
Nach außen geht es nur mit zugeführter Energie. Nach innen wird Energie frei.
Die Zahlen nennen Plätze, nicht die Füllreihenfolge. Ab Kalium wird die vierte Schale besetzt, obwohl M noch Platz hat.