Wie stark strahlt ein Stoff? Die Aktivität zählt die Kernzerfälle in einer bestimmten Zeit — gemessen in Becquerel. Sie entscheidet auch über Grenzwerte in Lebensmitteln.
Bisher weißt du, welche Strahlung ein Stoff aussendet.
Gezählt wird nicht, wie viele Kerne da sind, sondern wie viele zerfallen.
A zählt, wie viele Kerne pro Sekunde zerfallen.
1 Bq = 1 Zerfall pro Sekunde. 1 Bq ist winzig, deshalb kBq (1000 Bq) und MBq (1 000 000 Bq).
Bedenklich oder nicht sagt erst die spezifische Aktivität a = A : m, also die Aktivität je Kilogramm.
Anzahl der gezählten Zerfälle.
Messzeit in Sekunden (s).
Masse der Probe in Kilogramm (kg).
[A] = 1 Bq, [a] = 1 Bq je kg.
| Angabe | bedeutet |
|---|---|
| 600 Zerfälle in 60 s | A = 600 : 60 s = 10 Bq |
| A = 3,3 kBq (Ra-226, Schulpräparat) | 3300 Zerfälle pro Sekunde |
| A = 1 MBq | eine Million Zerfälle pro Sekunde |
Teil 1 zeigt, wie aus gezählten Zerfällen die Aktivität A = N : t berechnet wird. Teil 2 vergleicht die spezifische Aktivität mit dem Grenzwert von 300 Bq je kg.
Die Ampel vergleicht die spezifische Aktivität mit dem Grenzwert von 300 Bq je kg.
Die gezählte Anzahl N fällt bei jeder Messung etwas anders aus — Zerfall ist zufällig. Je länger du misst, desto näher liegt A an der wahren Aktivität.
250 Impulse pro Sekunde sind nicht A = 250 Bq. Das Zählrohr fängt nur einen Teil der Strahlung ein, die Aktivität ist größer.
Becquerel heißt immer „pro Sekunde“. 600 Zerfälle in 60 s sind 10 Bq, nicht 600 Bq.
Viel Aktivität heißt nicht automatisch: über dem Grenzwert. Nur a = A : m gehört zu 300 Bq je kg.