Würfeltest
AFB I–IIUm einen Würfel zu prüfen, wird er 60-mal geworfen. Die Tabelle zeigt die absoluten Häufigkeiten der Augenzahlen.
| Augenzahl | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | 8 | 12 | 9 | 11 | 7 | 13 |
- Berechnen Sie die relativen Häufigkeiten und den Mittelwert \(\overline{x}\).
- Bestimmen Sie die empirische Standardabweichung \(\overline{s}\) (GTR/CAS erlaubt).
- Vergleichen Sie Ihre Ergebnisse mit \(\mu=3{,}5\) und \(\sigma\approx1{,}71\) eines idealen Würfels und beurteilen Sie, ob die Daten gegen einen fairen Würfel sprechen.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
\(h\approx0{,}133;\,0{,}2;\,0{,}15;\,0{,}183;\,0{,}117;\,0{,}217\). \(\overline{x}=\tfrac{8+24+27+44+35+78}{60}=\tfrac{216}{60}=3{,}6\).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
\(\overline{s}^{\,2}=\tfrac{1}{60}\sum (x_i-3{,}6)^2\cdot H_i=\tfrac{178{,}4}{60}\approx2{,}97\), also \(\overline{s}\approx1{,}72\).
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Mittelwert (3,6 statt 3,5) und Streuung (1,72 statt 1,71) liegen sehr nah an den Modellwerten; auch die größte relative Häufigkeit \(0{,}217\) weicht bei nur 60 Würfen im üblichen Rahmen von \(\tfrac16\) ab. Die Daten sprechen nicht gegen einen fairen Würfel — beweisen dessen Fairness aber auch nicht.
Kunden an der Kasse
AFB II–IIIEine Supermarktleitung modelliert die Anzahl X der Kunden, die in einer Minute an eine Schnellkasse kommen, durch die angegebene Verteilung. In 100 beobachteten Minuten kamen 25-mal 0, 35-mal 1, 30-mal 2 und 10-mal 3 Kunden.
| \(k\) | 0 | 1 | 2 | 3 |
|---|---|---|---|---|
| \(P(X=k)\) | 0,2 | 0,4 | 0,3 | 0,1 |
- Berechnen Sie Erwartungswert \(\mu\) und Standardabweichung \(\sigma\) des Modells.
- Berechnen Sie Mittelwert \(\overline{x}\) und empirische Standardabweichung \(\overline{s}\) der Beobachtung.
- Beurteilen Sie, ob das Modell zur Beobachtung passt, und ermitteln Sie, mit wie vielen Kunden pro Stunde die Leitung nach dem Modell rechnen sollte.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
\(\mu=0\cdot0{,}2+1\cdot0{,}4+2\cdot0{,}3+3\cdot0{,}1=1{,}3\). \(\sigma^2=1{,}69\cdot0{,}2+0{,}09\cdot0{,}4+0{,}49\cdot0{,}3+2{,}89\cdot0{,}1=0{,}81\), also \(\sigma=0{,}9\).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
\(\overline{x}=0{,}35+0{,}6+0{,}3=1{,}25\). \(\overline{s}^{\,2}=1{,}5625\cdot0{,}25+0{,}0625\cdot0{,}35+0{,}5625\cdot0{,}3+3{,}0625\cdot0{,}1=0{,}8875\), also \(\overline{s}\approx0{,}94\).
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Mittelwert und Streuung weichen nur geringfügig vom Modell ab (1,25 zu 1,3 und 0,94 zu 0,9); bei 100 Minuten passt das Modell gut. Pro Stunde erwartet man \(60\cdot1{,}3=78\) Kunden.
